• 20.11.2012, 17:01:24
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Wiener Gemeinderat zum Budget 2013 (19)

Spezialdebatte der Geschäftsgruppe Kultur und Wissenschaft

Utl.: Spezialdebatte der Geschäftsgruppe Kultur und Wissenschaft=

Wien (OTS) - GR Dr. Alexander Van der Bellen (Grüne) meinte zur
Forderung der ÖVP, die Funktion des Wissenschafts- und
Forschungsbeauftragten der Stadt Wien zu streichen, dass man vorher
die Betroffenen Funktionäre an den Universitäten und
Forschungseinrichtungen zu diesem Vorschlag befragen solle. Van der
Bellen äußerte sich weiters positiv über den Wiener Forschungs- und
Technologiefonds. Sehr zufrieden zeigte er sich auch mit der
Durchführung der Wiener Vorlesungen und mit dem Baufortschritt der
neuen Wirtschaftsuniversität im Wiener Prater. Besonders lobte er die
Spitzenforschung in Wien, vor allem die Bereiche Physik und
Quantenphysik, Mathematik und Computerwissenschaften. Enttäuscht
zeigte er sich über den Budgetanteil für Wissenschaft und Forschung.

GR Christian Unger (FPÖ) beschwerte sich, dass viel Geld in Form von
Subventionen für Vereine zur Verfügung gestellt werde. Des weiteren
kritisierte er eine Vernachlässigung der Musikerziehung. Gerade in
der Musikstadt Wien gebe es viel zu wenig Plätze in den Musikschulen.
Dieses Problem bestehe schon seit vielen Jahren. In einem Antrag
verlangte er, dass je Bezirk mindestens eine Musikschule geschaffen
werden solle.

GRin Dr. Elisabeth Vitouch (SPÖ) wies in mehreren Punkten auf die
Bedeutung der Kultur in Wien und Österreich hin. Sie meinte ferner,
die Stadt boome auch als Wissenschaftsstandort, wobei die
Wissenschaftsförderung eine sehr große Rolle spiele. So sei Wien
beispielsweise eine der größten regionalen Filmförderer Europas. Als
besonders herausragend nannte sie die Viennale. Kulturschaffende aus
Wien und Österreich hätten viele internationale Auszeichnungen
erhalten - von der Überreichung der Goldenen Palme bis zum
Oscargewinn. Vitouch hob auch erfolgreiche TV-Produktionen mit
Drehort Wien wie u.a. "SOKO Donau" hervor.

GRin Uta Meyer (FPÖ) kritisierte die in ihren Augen überhöhten
Ausgaben für die Einsetzung einer Historikerkommission, welche zum
Schluss gekommen sei, den Karl-Lueger-Ring in Universitätsring
umzubenennen. Sie äußerte sich auch negativ über die grüne
Veranstaltung "Rasen am Ring", die nicht im Sinne der meisten
BürgerInnen sei.

StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) freute sich über eine kleine
Steigerung des Kulturbudgets. Eindrücke im Rahmen eines New York
Aufenthaltes hätten ihm bestärkt, dass Wien mit seiner Kulturpolitik
richtig liege. Er sei mehrfach auf die in Wien praktizierte
Kulturförderung angesprochen worden. Aber gerade diese Art der
Förderung bedeute Planungssicherheit, demokratische Kontrolle und
Transparenz. Mit der Umsetzung des Budgets soll die künstlerische
Qualität gefördert, Innovation sichergestellt und Planbarkeit
sichergestellt sein. Transparenz bei Subventionen sei jedenfalls
gewährleistet. Mailath-Pokorny sprach sich für einen Mix aus
Innovation und Tradition in der Kultur aus. (Forts.) hl/gse

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