• 20.11.2012, 13:13:07
  • /
  • OTS0205 OTW0205

Becker: EU startet Initiative für Soziales Unternehmertum

EU-Parlament beschließt Initiativbericht des ÖVP- Sozialsprechers Heinz K. Becker

Utl.: EU-Parlament beschließt Initiativbericht des ÖVP-
Sozialsprechers Heinz K. Becker=

Straßburg, 20. November 2012 (OTS) Das EU-Parlament will, dass
sich "Soziales Unternehmertum" unter neuen Rahmenbedingungen
dynamisch entwickelt und europaweit stärker gefördert wird. Dies
sieht ein vom österreichischen VP-Abgeordneten Heinz K. Becker
verfasster Bericht vor, der heute mit großer Mehrheit vom
Europäischen Parlament beschlossen wurde. "Angesichts der sozialen
Herausforderungen und des demografischen Wandels in Europa müssen
wir für Unternehmen, die den steigenden Bedarf an sozialen
Produkten und Dienstleistungen abdecken können oder deren
Geschäftstätigkeit nachweislich soziale Ziele erfüllt, die besten
Chancen bieten", so Becker. "Wir brauchen in Europa ein richtiges
'Ökosystem', in dem soziale Innovationen und Gemeinsinn natürlich
wachsen. Soziales Unternehmertum soll als Teil der ökosozialen
Marktwirtschaft und des europäischen Binnenmarktes gleichberechtigt
neben allen anderen Wirtschaftsformen noch viel stärker als bisher
wachsen", erklärt Becker, der Sozialsprecher der ÖVP im EU-
Parlament ist. ****

Die vom EU-Parlament geforderten Maßnahmen sind unter anderem
ein Sozial-Investitionsfonds, der Sozialunternehmen den Zugang zu
Finanzmitteln erleichtern soll, sowie die Möglichkeit,
Sozialunternehmen auch im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF)
und des Europäischen Regionalfonds (ESFR) zu fördern. Außerdem
wollen die Abgeordneten ein europäisches Gütesiegel für soziale
Unternehmen, damit diese stärker wahrgenommen werden, besser
verglichen werden können und einfacher Zugang zu öffentlicher
Auftragsvergabe bekommen. Europäische Statuten für verschiedene
Sozialunternehmensformen sollen es möglich machen, dass diese
einfacher grenzüberschreitend arbeiten können. Die Parlamentarier
wollen auch eine Vereinfachung der Vorschriften für staatliche
Beihilfen zu sozialen und lokalen Dienstleistungen. "Soziale
Innovationen sind nicht nur dringend notwendig, sondern haben auch
ein enormes Potential, neue und sinnstiftende Arbeitsplätze für
junge Menschen zu schaffen", so Becker.

"Soziales Unternehmertum" sehen die Parlamentarier - neben den
bereits bisher erfolgreichen sozialen Trägerorganisationen - im
Bereich vieler Vereine, Genossenschaften, Stiftungen und in
"Unternehmen der weißen und grünen Wirtschaft". Die Betreuung von
Kindern und Familien ebenso wie von älteren und behinderten
Personen, die Vermittlung von Wohnraum für schutzbedürftige
Menschen, die Integration benachteiligter Bevölkerungsgruppen oder
die Vermittlung von Angeboten des lebenslangen Lernens sollen
dazugehören. "Dies müssen nicht zwangsläufig Non-Profit-
Organisationen sein", erläutert Becker. Auch Unternehmen, die
kommerziell ausgerichtet sind, aber marginalisierte Personen
beschäftigen und integrieren, sollen Teil der europaweiten
Initiative sein, will der ÖVP-Abgeordnete.

Rückfragen:

Heinz K. Becker MEP, Tel.: +32-2-284-5288
[email protected]

Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel