- 16.11.2012, 17:00:34
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Jakob Auer: Landwirtschaft ist mehr als Produktion von Nahrungsmittel!
ÖVP-Landwirtschaftssprecher anlässlich Plenardebatte zum Agrarbudget
Utl.: ÖVP-Landwirtschaftssprecher anlässlich Plenardebatte zum
Agrarbudget=
Wien, 16. November 2012 (OTS/ÖVP-PK) - "Landwirtschaft ist mehr als
Produktion", weist Bauernbund-Präsident und
ÖVP-Landwirtschaftssprecher Abg. Jakob Auer auf die breite Palette an
Wertschöpfung und Wertschätzung ländlicher Räume durch die Arbeit
unserer bäuerlichen Familien anlässlich der Budgetdebatte zum
Agrarbudget hin. Die Wertschöpfung der landwirtschaftlichen
Primärproduktion bestehe aus vielen Aspekten: Sie reiche von der
Lebensmittelerzeugung über die Erzeugung von Produktionsmitteln, wie
etwa Futtermittel für die Tierhaltung, bis hin zur Energieerzeugung.
Als Kuppelprodukte erbringe die Landwirtschaft aber auch viele
indirekte, häufig nicht monetär bezahlte Leistungen mit hoher
Wertschätzung, wie etwa die Erhaltung der Kulturlandschaft, des
Landschaftsbildes und leiste wichtige Beiträge zum Klima-, Natur- und
Umweltschutz.
Der Einfluss der Landwirtschaft erstreckt sich auch auf vor- und
nachgelagerte Bereiche, nennt Auer etwa den Handel von Saatgut,
Dünger, Futtermittel und Maschinen oder auf lebensmittelverarbeitende
Unternehmen . "Das Agribusiness ist einer der bedeutendsten
Wirtschaftszweige des Landes", erinnerte Auer daran, dass 2011 rund
530.000 Menschen im und um den Agrarsektor Beschäftigung fanden. Das
sind knapp 13 Prozent aller Erwerbstätigen. "Unsere bäuerliche
Landwirtschaft übernimmt vor allem aber Verantwortung für die
Versorgung. Hingegen haben Konzerne und Agrarindustrie lediglich
Gewinnmargen und Kostenstrukturen im Visier", wies Auer darauf hin,
dass in Österreich mehr als 93 Prozent der Bauernhöfe als
Familienbetriebe geführt werden. "Ein einziger Bauer ernährt heute 70
Menschen in Österreich", betont Auer. "Die Landwirtschaft ist aber
auch ein guter Kunde", nennt Auer die Nachfrage für Betriebsmittel,
Investitionsgüter und Dienstleistungen. Es sind vor allem kleinere
und mittlere Betriebe aus Handel, Handwerk und Gewerbe, die
wirtschaftlich stark mit der Landwirtschaft verbunden sind.
Alles tun, um österreichischen Weg fortsetzen zu können!
Für den Fortbestand einer umweltorientierten bäuerlichen
Landwirtschaft seien daher bei der Gestaltung der Gemeinsamen
Agrarpolitik alle Anstrengungen zu unternehmen, um diesen
österreichischen Weg der Wertschöpfung und Wertschätzung gemeinsam
weiter zu gehen. Die Ausgleichszahlungen der GAP haben mit einem
Anteil von knapp 60 Prozent des landwirtschaftlichen Einkommens einen
enorm hohen Stellenwert für die Landwirtschaft. "Es braucht daher den
vollen Einsatz aller politischer Verantwortlichen bis hin zum
Bundeskanzler, um die Agrargelder in Brüssel und mit diesen tausende
heimische Existenzen abzusichern", erinnerte Auer an die
Zugeständnisse der österreichischen Regierung bei einer
Gesprächsrunde im Bundeskanzleramt. "Es darf zu keinen weiteren
Kürzungen in der 1. Säule kommen. Das Budget muss ebenso halten wie
die Kofinanzierungssätze in der 2. Säule", fordert Auer.
Kritik übt Auer auch an den aktuellen Vorschlägen von Ratspräsident
Van Rompuy. Für Österreich würde das ein Minus von 30 Prozent bei der
Ländlichen Entwicklung bedeuten. Statt den geforderten 3,8 Milliarden
wären es dann nur mehr 2,89 Milliarden Euro. Laut einer Wifo-Studie
sind dann 23.000 außerlandwirtschaftliche und rund 75.000
landwirtschaftliche Arbeitsplätze in Gefahr. "Das dürfen wir nicht
zulassen", so Auer abschließend. (Schluss)
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