- 15.11.2012, 13:25:38
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Huainigg: Kinder mit sprachlichen Defiziten raus aus der Sonderschule!
Sprachförderung statt Sonderpädagogische Förderung
Utl.: Sprachförderung statt Sonderpädagogische Förderung=
Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Nur ein Prozent aller Schüler/innen sind
tatsächlich behindert, jedoch drei bis sechs Prozent aller
Schüler/innen gehen in eine Sonderschule. Die Differenz ist rasch
erklärt: 28 Prozent aller Sonderschüler/innen haben
Migrationshintergrund", stellt Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg in der
heutigen Budgetrede zum Kapitel Unterricht fest. Er findet es höchst
bedenklich, wenn Kinder aufgrund von Sprachdefiziten "zu behinderten
Kindern gemacht werden". "Wer schlecht sprechen Deutsch oder wer
kommen aus Bildungsschicht ferner, müssen gehen in Schule besondere.
Ohne Perspektiven Beruf große. Is halt so, kann man nix machen",
pointiert Huainigg die häufig anzutreffende Situation.
Kritik an der Abschiebung von Migrant/innen in Sonderschulen übte
zuletzt auch Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz. So war der
Ausländeranteil an Sonderschulen im Schuljahr 2010/11 laut Statistik
Austria österreichweit mit 18 Prozent fast doppelt so hoch wie an
Regelschulen mit rund zehn Prozent. Ähnlich ist die Situation in der
Bundeshauptstadt: In Wien sind 18 Prozent aller Schüler/innen
ausländische Staatsangehörige, während der Ausländeranteil an den
Sonderschulen bei 28 Prozent liegt. Für Huainigg ist das ein
"scheinheiliges, verlogenes System".
"Viele Kinder mit Migrationshintergrund sind in Sonderschulen häufig
fehl am Platz. Es braucht Sprachförderung statt sonderpädagogischer
Förderung!", fordert Huainigg und ersucht BM Claudia Schmied dringend
Maßnahmen zu setzen, "denn Österreich verliert dadurch Potenzial und
Talent. Sonderschulabgänger/innen haben stark verminderte Chancen in
Beruf und Gesellschaft und man nimmt Jugendlichen
Lebensperspektiven".
(Schluss)
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