- 15.11.2012, 10:32:13
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BZÖ-Westenthaler: Antrag auf "tägliche Turnstunde" - Stehen alle 183 Abgeordneten zu ihrer Unterschrift?
Wien (OTS) - Der Vorsitzende des Sportausschusses im Nationalrat
und BZÖ-Sportsprecher, Peter Westenthaler hat im Nationalrat einen
Antrag auf Umsetzung der täglichen Turnstunde an Schulen eingebracht.
Dieser wird Freitag abgestimmt. Hintergrund ist eine diesbezügliche
Unterschriftenaktion der Österreichische Bundes-Sportorganisation
(BSO), die 70.000 Österreicher und auch alle 183 Abgeordneten des
Nationalrates unterschrieben haben. Westenthaler: "183 Abgeordnete
müssen zu ihrer Unterschrift stehen. Das BZÖ bekennt sich zur
tägliche Turnstunde im Kindergarten, in der Volksschule und in allen
weiteren Schultypen! Unsere Kinder dürfen im Sport nicht sitzen
bleiben! Deshalb müssen den Ankündigungen auch Taten folgen. Ich
appelliere an alle Abgeordneten den BZÖ-Antrag - der im übrigen
beinahe wortident mit dem Text der BSO-Resolution ist - zu
unterstützen".
Zu den Fakten: Die Österreichische Jugend ist beim Alkohol- und
Nikotinkonsum und bei der Fettleibigkeit europaweit in den
Medaillenrängen. Nur mehr 28 % der Kinder und Jugendlichen in
Österreich betreiben Sport und zwar nur mehr 25 % der Mädchen und 33
% der Burschen. 28 % der Buben und 25 % der Mädchen zwischen 6 und 18
Jahren sind übergewichtig oder fettleibig. 40 % der Kinder mit
Symptomen der Fettleibigkeit im Alter von 7 Jahren weisen diese auch
als Erwachsene auf. Mangelnde Bewegung ist die Ursache für viele
chronische Krankheitsbilder.
Zur Neugestaltung der Bundessportförderung analysiert Westenthaler,
dass eine Verbesserung im Sinne der Unabhängigkeit des Sports nicht
zustande gekommen ist. "Herr Minister, es ist leider nicht das
herausgekommen, was Sie haben wollten - nämlich eine Verbesserung im
Sinne der Unabhängigkeit des Sports", so der BZÖ-Sportsprecher in
Richtung Sportminister Darabos.
"Der jetzige Entwurf der neuen Bundessportförderung ist nicht das,
was wir uns erwartet haben. Ich bin mir sicher, es ist auch nicht
das, was sich Darabos erwartet hat, denn in Wahrheit wird eine neue
Struktur geschaffen, die sich nun Bundessportkonferenz nennt. Zu den
bestehenden bürokratischen Strukturen kommt jetzt eine neue, die im
Jahr eine Million Euro kostet. Alle Entscheidungen in dieser
Konferenz werden mit einer Zweidrittelmehrheit getroffen. Der
Minister darf drei Mitglieder aus dem Ministerium entsenden, acht
Mitglieder werden von der Bundessportorganisation gestellt. In dieser
Bundessportkonferenz hat der Sportminister somit nichts zu
entscheiden. Es bleibt in Wahrheit alles, wie es ist. Die BSO mit
ihren acht Mitgliedern entscheidet völlig autonom über jeden Cent der
Sportförderung. Das ist keine Sportförderung Neu, Herr Minister. Das
ist eine Blamage und Darabos ist gescheitert", betonte Westenthaler.
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