• 14.11.2012, 16:13:10
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Pirklhuber: Van Rompuy-Vorschlag ist inakzeptabler Anschlag auf den ländlichen Raum

Grüne: Berlakovich muss aufhören zu jammern und endlich Aktivitäten setzen

Utl.: Grüne: Berlakovich muss aufhören zu jammern und endlich
Aktivitäten setzen=

Wien (OTS) - Den heutigen Vorschlag des EU-Ratspräsident Herman Van
Rompuy für massive Kürzungen im Bereich der ländlichen Entwicklung
lehnen die Grünen entschieden ab: "Dem ländlichen Raum die Mittel um
30 Prozent zu kürzen ist inakzeptabel. Das Gegenteil ist notwendig,
um hier einen massiven Ausbau einer ökologischen Landwirtschaft
voranzubringen. Wir brauchen einen Bio-Aktionsplan und dafür die
entsprechenden Mittel. Derartige Kürzungen würden das Bauernsterben
massiv anheizen und wären der Sargnagel für die kleinstrukturierte
Landwirtschaft. Unter solchen Bedingungen könnten nur noch große
Agrarfabriken am Markt bestehen", warnt Wolfgang Pirklhuber,
Landwirtschaftssprecher der Grünen.

"Jetzt ist es an der Zeit, dass Minister Berlakovich mit dem Jammern
aufhört und endlich anfängt, mit Konzepten für unsere Bäuerinnen und
Bauern in Brüssel einzutreten. Es ist seit langem klar, dass, so es
zu keinen erheblichen Kürzungen im Landwirtschaftsbudget kommen soll,
gute Argumente für diesen hohen Anteil am EU-Budget geben muss.
Berlakovich hat immer nur den Status Quo verteidigt und steht jetzt
vor dem Scherbenhaufen seiner Politik. Doch noch ist es nicht zu spät
in Brüssel klar zu machen, dass wir das Geld für gesellschaftlich
gewünschte Leistungen brauchen und auch einsetzen werden. Der
ländliche Raum muss als attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum
erhalten bleiben, dafür brauchen wir auch die kleinstrukturierte
Landwirtschaft. Allerdings ist auch klar, dass wir in der
Ökologisierung weiter gehen müssen. Gerade deshalb fordere ich einen
Bio-Aktionsplan mit ausreichenden Mitteln. Es ist möglich, den Anteil
der Biobetriebe in Österreich auf 50 Prozent zu heben, europaweit
sind 20 Prozent durchaus realistisch. Damit würden wir eine
Ökologisierungswelle lostreten und den KonsumentInnenwunsch nach
gesundem, ökologisch produziertem Essen Rechnung tragen", erläutert
Pirklhuber.

Die Grünen setzen in dieser Frage auf das europäische Parlament das
in allen Haushaltsfragen ein starkes Recht auf Mitentscheidung hat.
"Wir Grüne werden unsere guten Kontakte ins Europa-Parlament nutzen
und alles dafür tun, dass solch wahnsinnige Kürzungen keine
Zustimmung finden. In Zeiten wirtschaftlicher Krisen und angesichts
der Herausforderung der ländlichen Räume in Sachen Klima- und
Energiepolitik ist ein massives Bauernsterben in Mitteleuropa sowohl
sozioökonomisch als auch ökologisch völlig inakzeptabel. Wir brauchen
eine echte Offensive für Green Jobs in der Landwirtschaft und dafür
müssen eben auch die Mittel zur Verfügung gestellt werden", fordert
Pirklhuber.

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