- 14.11.2012, 12:44:17
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Ruf nach "fairen" Mieten wird mit unfairen Vergleichen gestützt
AK vergleicht Mieten für durch Steuermittel finanzierte Wohnungen mit jenen, die durch privates Geld errichtet wurden
Utl.: AK vergleicht Mieten für durch Steuermittel finanzierte
Wohnungen mit jenen, die durch privates Geld errichtet wurden=
Wien (OTS) - Die frei vereinbarten Mieten in Wien sind in den letzten
Jahren lediglich im Bereich der Inflationsrate gestiegen. Das ergibt
der Immobilienpreisspiegel der WK Österreich. Bei den heute von der
AK Wien präsentierten Statistiken werden nicht nur falsche Zahlen ins
Spiel gebracht, sondern auch Vergleiche mit Wohnungen gemacht, die
einerseits bereits durch Steuergeld errichtet worden sind und
andererseits deren Erhaltung aus dem Budget teilfinanziert wird.
Weiters besteht ein großer Rückstau bei Sanierungsmaßnamen, da das
Geld fehlt. Dadurch ergibt sich automatisch eine andere Miethöhe.
KR Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe Wien der
Immobilientreuhänder: "Wir sind gerne bereit über Änderungen im
Mietrechtsgesetz zu diskutieren. Vor allem eine Vereinfachung des
Systems wäre wünschenswert, da die "sieben" verschiedenen
Mietzins-Modelle nur noch von Experten durchschaubar sind. Dazu
können bis zu fünf in einem einzigen Haus zur Anwendung kommen. Ein
modernes Wohnrecht muss auch für die Mieter verständlich sein. Mit
derartigen Vergleichen und Forderungen wie durch die AK werden aber
lediglich die Wienerinnen und Wiener verunsichert!"
Derzeit sind weit über 50% der Wiener Wohnungen Gemeindewohnungen
oder geförderte Mietwohnungen und unterliegen damit einer
Preisregelung. Pisecky: "Diese Wohnungen müssen auch tatsächlich für
jene Menschen geöffnet werden, die aufgrund ihrer finanziellen
Situation eine günstigere Wohnmöglichkeit benötigen! Private
Investoren und Immobilientreuhänder haben in den letzten Jahren durch
ihre Investitionen wertvollen Wohnraum geschaffen, die Wohnqualität
enorm verbessert und damit zur Erneuerung des Stadtbildes
beigetragen. Dadurch ist Wien noch lebenswerter geworden.
Mietpreisregelungen oder Obergrenzen führen zu einer Entwertung und
damit Teilenteignung und verhindern damit Investitionen für
zukünftigen neuen Wohnraum in Wien."
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