- 13.11.2012, 16:50:00
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BZÖ-Huber: Landwirtschaft vom schwarzen Joch der Raiffeisen befreien
Die Industrieernährung macht die Bevölkerung krank
Utl.: Die Industrieernährung macht die Bevölkerung krank=
Wien (OTS) - "Herr Bundesminister, Sie feiern sich mit diesem Grünen
Bericht hier ab. Aber wenn man sich vor Augen hält, dass die
ÖVP-Agrarpolitik der letzten 15 Jahre die Verantwortung dafür trägt,
dass 70.000 Betriebe schließen mussten, gibt es keinen Grund zum
Feiern. Die Landwirte sind verzweifelt. Und was macht die Politik -
sie betreibt nur Eigenwerbung, sie vertritt nur Raiffeisen! Damit
muss Schluss sein, die Landwirtschaft muss endlich vom schwarzen
Joch der Raiffeisen befreit werden", fordert BZÖ-Agrarsprecher
Gerhard Huber im Zuge der heutigen Debatte zum Grünen Bericht 2012 im
Nationalrat.
Weg vom großen Industriebauer hin zur Unterstützung von Kleinbauern,
forderte Huber. "Setzen Sie sich endlich für eine Politik ein, die
dem Landwirt eine Zukunftsperspektive gibt und sorgen Sie dafür, dass
dieses Bauernsterben endlich aufhört", appellierte Huber an Minister
Berlakovich. Niemand habe Verständnis dafür, dass Konzerne
Förderungen in Millionenhöhe bekommen, der kleine Landwirt aber auf
der Strecke bleibe. "Der kleine Landwirt muss zusperren, weil diese
ÖVP und Raiffeisen das wollen", so Huber.
Heftige Kritik übte Huber an der Agrarmarkt Austria. Die AMA sei ein
"Staat im Staate." Die AMA diene dazu, ÖVP-Machtpolitik gegenüber der
Landwirtschaft zu betreiben. Im Marketing-Bereich, wo die AMA
erfolgreich wirtschaften sollte, versage diese kläglich. Von den 18
Mio. Euro, die die AMA jährlich an Zwangsbeiträgen von den Landwirten
und deren Produkten abzweige, gingen bis zu 2/3 in der eigenen
Verwaltung auf, erläuterte Huber.
"Lebensmittel ohne chemische Zusätze", dafür sollte sich Minister
Berlakovich einsetzen. Darüber hinaus, "dass in Österreich Produkte
produziert werden, die frei von Spritzmittel und frei von Kunstdünger
sind", forderte Huber. Die Industrieernährung mache die Bevölkerung
krank.
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