• 13.11.2012, 12:29:17
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Lunacek/Karas/Leichtfried: "Gegen nationalstaatliche Kleingeisterei - für den europäischen Mehrwert"

Europaparlament: Fraktionsübergreifende Buchpräsentation von Robert Menasses neuem Buch "Der Europäische Landbote"

Utl.: Europaparlament: Fraktionsübergreifende Buchpräsentation von
Robert Menasses neuem Buch "Der Europäische Landbote"=

Brüssel/Wien (OTS) - "Bei den aktuellen EU-Budgetverhandlungen
erleben wir jeden Tag aufs Neue populistisch motivierte Ausritte in
den EU-Mitgliedsstaaten gegen eine konstruktive Europapolitik, die
sich dem europäischen Mehrwert verpflichtet fühlt - leider auch in
Österreich. Mit der Einladung von Robert Menasse ins Europaparlament
setzen die drei pro-europäischen österreichischen Parteien im
Europaparlament einen Kontrapunkt. Denn wo Menasse draufsteht ist
mehr Europa drin! Menasses Essay "Der Europäische Landbote" ist die
dringend nötige Streitschrift für eine neue, nachnationale,
europäische Demokratie, kommentiert Ulrike Lunacek, Europasprecherin
der Grünen und Grüne Delegationsleiterin, die heute gemeinsam mit den
ÖVP- und SPÖ-Delegationsleitern im Europaparlament veranstaltete
Buchpräsentation von Robert Menasses neuem Buch "Der Europäische
Landbote - Die Wut der Bürger und der Friede Europas".

"Erfrischend anders und zum Selberdenken einladend", findet der
Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Othmar Karas, Menasses
Buch: "Endlich wieder ein intelligentes Plädoyer für Europa, das mit
den gängigen Vorurteilen aufräumt. Menasse beschreibt, dass in
Brüssel intellektuell, sozial und vom Personal her ein völlig anderes
Klima als in der nationalen Politik herrscht. Menasse redet keinem
Brüsseler Superstaat das Wort, sondern fordert wirkliche Demokratie,
die mit nationalen Egoismen Schluss macht", so Karas.

Jörg Leichtfried, Delegationsleiter der SPÖ-Europaabgeordneten,
stimmt mit Robert Menasse überein, was die Stoßrichtung der Kritik am
EU-Rat betrifft. "Wir stehen uns in Europa - damit meine ich die 27
Mitgliedsstaaten - zu oft selber im Weg. Wenn es uns nicht gelingt,
das gemeinsame Ganze stärker ins Blickfeld zu rücken, zu verstehen,
dass wir in der Welt gegenüber China, USA oder Indien Flagge zeigen
sollen, dann schadet der 27er-Kleingeist schlussendlich allen 27. Es
ist ein Verdienst von Robert Menasse, das auf den Punkt zu bringen."

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