- 13.11.2012, 12:10:52
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Windbüchler-Souschill: Wehrpflicht abschaffen, Zivildienst umstrukturieren
ÖVP spielt mit Ängsten und Sorgen der Bevölkerung
Utl.: ÖVP spielt mit Ängsten und Sorgen der Bevölkerung=
Wien (OTS) - "Die Wehrpflichtbefürworter, allen voran die gesamte ÖVP
und Innenministerin Mikl-Leitner, spielen mit den Ängsten und Sorgen
der Bevölkerung in Österreich. Die Frage nach der Pflege von
Angehörigen ist eine wichtige Frage. Aber mit den einfachen Antworten
der ÖVP, dass der Zivildienst die Pflege und Betreuung schon
übernehmen wird, ist weder nachhaltig noch zeitgemäß der Pflegebedarf
abzusichern", sagt die Zivildienstsprecherin der Grünen, Tanja
Windbüchler-Souschill, und weiter: "Die Antworten der ÖVP auf
komplexe Fragestellungen in der Sozialpolitik und in der
Katastrophenhilfe beziehen sich ausschließlich auf das
Aufrechterhalten alter, tradierter Systeme des Kalten Krieges und des
Grundwehrdienstes. Das ist moralisch und politisch falsch."
Innenministerin Mikl-Leitner und die ÖVP warnen ständig vor dem Aus
des Sozialsystems, wenn die Wehrpflicht fällt und der Zivildienst
beendet wird. "Das ist reine Panikmache. Betreuung und Pflege, Schutz
und Sicherheit, sollten nicht abhängig sein von zwangsverpflichteten
jungen Männern. Es braucht dafür bezahlte hauptamtliche Männer und
Frauen, die die gesamten Bereiche übernehmen. Und das ist möglich",
hält Windbüchler-Souschill fest.
"Die Horrorszenarien, die Mikl-Leitner darstellt, sind einer
Ministerin nicht würdig. Ehrenamtliche und Hauptamtliche arbeiten
schon jetzt im Sozialsystem Hand in Hand. Das System wird nicht
plötzlich kollabieren, wenn es mehr Hauptamtliche gibt. Das Gegenteil
wird der Fall sein: Frauen und Männer finden gleichberechtigt den
Zugang zu einem freiwilligen Jahr Arbeit im Sozialbereich, das
existenzsichernd entlohnt und sozialversicherungsrechtlich
abgesichert ist. Die Erfahrungen sind einzigartig und unterstützen
diejenigen, eine nachfolgende Ausbildung zu machen oder im sozialen
Bereich zu bleiben. Aktive Arbeitsmarktpolitik in den Bereichen
Pflege und Betreuung, im Katastrophenschutz und im Krankentransport
ist die Zukunft und nicht Blockade und Zwang a la ÖVP."
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