- 12.11.2012, 10:50:40
- /
- OTS0072 OTW0072
Volksbefragung zu Mietzins-Obergrenze ist "lachhaft und populistisch"
Wien (OTS) - "Wer will nicht günstig bis gratis wohnen? Leider wird
dabei vergessen, dass die Erhaltung und thermische Sanierung von
Wohnraum extrem kostenintensiv geworden ist. Mit einer Obergrenze der
Mieten würde niemand mehr sein Erspartes in Wohnungen investieren.
Eine weitere Wohnraumverknappung und der Verfall des Stadtbildes
wären die Folge!" so Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe Wien der
Immobilientreuhänder.
Bereits jetzt ist es bei vielen Wiener Gebäuden mit den derzeit
festgelegten Miethöhen nicht mehr möglich, die Kosten zu decken und
notwendige Sanierungen durchzuführen. Gerade durch die Auflagen für
energieeffiziente Bauweisen und zusätzliche Auflagen wie z.B.
Garagenplätze sind die Kosten für Wohnungsneubau in den vergangenen
Jahren in Wien enorm gestiegen. Gleichzeitig werden die
Wohnbauförderungen für private Gebäude laufend gekürzt. Zusätzlich
ist der Bau von Wiener Gemeindewohnungen aufgrund des klaffenden
Wiener Budgetlochs seit 2006 komplett eingestellt.
Pisecky: "Eine Volksbefragung zu einer Mietzins-Obergrenze ist
lachhaft und populistisch. Nach dem Parkpickerl-Chaos, mit dem man
Unternehmen aus Wien vertreibt, sollen nun anscheinend auch private
Investoren für den Wohnbau vergrault werden!"
Bereits jetzt ist das Mietsystem übergeregelt. In Wien gibt es
derzeit "sieben" verschiedene Mietzins-Berechnungsmethoden, mit denen
der Spielraum im Mietbereich enorm eingeschränkt wird. Pisecky
abschließend: "Gerade das Gegenteil muss passieren, damit der
prognostizierte Bevölkerungszuwachs in Wien mit Wohnraum versorgt
werden kann. Mit einer geringeren Reglementierung würden private
Investitionen in Wohnraum wieder attraktiver, die Neubauleistung
erhöht und so ein sicherer Weg für viele Wohnungen mit leistbaren
Mieten geschaffen werden!"
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BTT






