- 09.11.2012, 12:15:22
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Mitterlehner: Regierungspaket fördert Wachstum und Unternehmergeist in Österreich
Jungunternehmerfonds, GmbH-Reform und bessere soziale Absicherung von Selbstständigen sind wichtige Verbesserungen für Wirtschaft und Standort Österreich
Utl.: Jungunternehmerfonds, GmbH-Reform und bessere soziale
Absicherung von Selbstständigen sind wichtige Verbesserungen
für Wirtschaft und Standort Österreich=
Wien (OTS/BMWFJ) - Das bei der heutigen Regierungsklausur vereinbarte
Wirtschaftspaket enthält zahlreiche wichtige Maßnahmen, um die
innovativen Tempomacher der österreichischen Wirtschaft stärker zu
unterstützen. "Damit wollen wir den Aufstieg vom Start-Up zum
Weltmarktführer auch in Österreich leichter ermöglichen. Menschen mit
Mut, Innovationskraft und Unternehmergeist tragen entscheidend zu
Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand im Land bei", betont
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner unter Verweis auf Maßnahmen
wie die Jungunternehmer-Offensive, die GmbH-Reform und das Paket zur
besseren sozialen Absicherung von Selbstständigen.
Jungunternehmerfonds stärken Wachstum
Über zwei einander ideal ergänzende Fonds sind ab 2013 langfristig
110 Millionen Euro an Investitionskraft verfügbar: Der Gründerfonds
stellt jungen Unternehmen, die nicht ausreichend über Bankkredite
verfügen, Kapital von rund zehn Millionen Euro pro Jahr bereit. Über
einen Business Angel Fund werden mit dem Europäischen
Investitionsfonds und privaten Business Angels Mittel von rund 15
Millionen pro Jahr investiert. Neben ihrem Kapital bringen
erfolgreiche Investoren auch Know-how und Netzwerke ein. "Aufgrund
des unterentwickelten Risikokapitalmarkts und der höheren
Eigenkapitalanforderungen der Banken haben es Jungunternehmer
besonders schwer, an langfristige Finanzierungen zu gelangen",
begründet Mitterlehner die Jungunternehmer-Offensive. Beide neuen
Fonds sind bei der zum Wirtschaftsministerium ressortierenden Austria
Wirtschaftsservice (aws) angedockt.
GmbH-Reform verringert Eintrittsbarrieren in Selbstständigkeit
Vorteile für Jungunternehmer bringt auch die vereinbarte GmbH-Reform.
Das Mindeststammkapital, mit dem sich Österreich derzeit weltweit
unter den Spitzenreitern befindet, wird künftig von 35.000 Euro auf
10.000 Euro herabgesetzt. Gleichzeitig sinkt die Mindest-KöST von
1.750 Euro auf 500 Euro pro Jahr. "Damit verringern wir die
Eintrittsbarrieren für den Schritt in die Selbstständigkeit und
beseitigen einen klaren Standortnachteil", betont Mitterlehner, der
sich jetzt eine deutliche Steigerung der GmbH-Gründungen um rund 20
Prozent erwartet. Weitere Vorteile umfassen die Abschaffung der
Gründunganzeige in der Wiener Zeitung und sinkende Notariatskosten,
die am Mindeststammkapital anknüpfen. "Durch dieses Paket wollen wir
auch verhindern, dass junge Unternehmensgründer ins kostengünstigere
Ausland abwandern", sagt Mitterlehner.
EPU/KMU-Paket verbessert soziale Absicherung
Menschen, die sich selbstständig machen und ein Unternehmen gründen,
sind künftig besser abgesichert. "Die vielen innovativen
Kleinunternehmer im Land müssen sich künftig weniger um ihre soziale
Absicherung sorgen und können sich dafür noch stärker auf das
erfolgreiche Wirtschaften konzentrieren", verweist Mitterlehner auf
das bei der Regierungsklausur fixierte Paket für
Einpersonen-Unternehmen und Klein- und Mittelbetriebe.
Neu ist, dass das Wochengeld für Selbstständige im Fall der
Mutterschaft von derzeit täglich 26,97 Euro auf täglich 50 Euro als
Pauschalbetrag angehoben wird. Während des Wochengeld-Bezugs gilt
eine Befreiung von der Beitragspflicht, wenn eine Ruhendmeldung der
unternehmerischen Tätigkeit erfolgt. Darüber hinaus werden Gründer
auf Antrag durch den zinsenfreien Aufschub der
Versicherungs-Nachzahlung nach dem dritten Firmenjahr entlastet und
werden Zahlungserleichterungen für Klein- und Kleinstunternehmer mit
Einkünften unter der Mindestbeitragsgrundlage eingerichtet. Ein
wichtiger Schritt ist zudem das nun im Ministerrat beschlossene
Krankengeld für Selbstständige. Anspruch darauf besteht ab dem 43.
Tag der Arbeitsunfähigkeit bis zu einer Höchstdauer von 20 Wochen.
Die Unterstützungsleistung beträgt 27,96 Euro pro Tag (Wert 2013),
der Betrag wird jährlich valorisiert.
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