- 07.11.2012, 10:11:38
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Auer: Ländliche Entwicklung genießt bei Faymann und Spindelegger höchste Priorität
Abgestimmte Verhandlungsposition ist Basis für sicheres Bauerneinkommen
Utl.: Abgestimmte Verhandlungsposition ist Basis für sicheres
Bauerneinkommen=
Wien (OTS) - "Beim gestrigen Dialog mit Bundeskanzler Werner Faymann
hat die Bundesregierung, unter Anwesenheit von Vizekanzler Michael
Spindelegger, Finanzministerin Maria Fekter, Landwirtschaftsminister
Nikolaus Berlakovich sowie der Staatssekretäre Reinhold Lopatka und
Josef Ostermayer, einen engen Schulterschluss mit der
österreichischen Landwirtschaft gebildet. Es ist äußerst positiv,
dass Bundeskanzler Faymann die Agrargelder und insbesondere die 2.
Säule der Agrarpolitik als oberste Priorität bezeichnet", sagte
Bauernbund-Präsident Jakob Auer nach dem hochrangigen Gespräch im
Bundeskanzleramt.
Ohne Finanzierung der 2. Säule keine Zustimmung zum EU-Budget
Auer hatte bereits beim diesjährigen Herbstauftakt in Wels
angekündigt, mit dem Bundeskanzler einen "Dialog" führen zu wollen.
Nachdem die EU-Kommission und die EU-27 beim Budget für die kommende
Finanzperiode kräftig den Sparstift ansetzen wollen, war ein klares
österreichisches Nein zu Kürzungen im Agrarbereich von der
Landwirtschaft dringend erwartet worden. "Jetzt wissen wir, dass
Österreich in Brüssel mit einer Stimme spricht. Ohne Lösung in der 2.
Säule gibt es von uns keine Zustimmung zum EU-Budget", begrüßte Auer
die Positionierung der Bundesregierung am Vorabend der
EU-Agrarverhandlungen, die beim Ratstreffen am 22. und 23.11.
gestartet werden.
"Zu verdanken ist das endgültige Festzurren der österreichischen
Verhandlungsposition vor allem der hervorragenden Vorbereitung durch
Vizekanzler Spindelegger, Finanzministerin Fekter und
Landwirtschaftsminister Berlakovich", hielt der Bauernbund-Präsident
fest. "Nur durch den intensiven Austausch und die gemeinsame
Schärfung unserer Argumente sind wir für den Verhandlungstisch in
Brüssel gerüstet. Bundeskanzler Faymann hat gemeinsam mit uns ein
dringendes Interesse, ein optimales Ergebnis für Österreich zu
erzielen", sicherte Auer jede erdenkliche Unterstützung im Zuge der
Verhandlungen zu.
Keine Kürzung des EU-Agrarbudgets - Nationale Kofinanzierung
bleibt bei 50%
"Der Bundeskanzler hat erkannt, dass die Situation der
österreichischen Bäuerinnen und Bauern bei den Verhandlungen um das
Agrarbudget heikel ist. Vieles, was die Landwirtschaft in den letzten
Jahren an Standard und Qualität erreicht hat, steht auf dem Spiel.
Umso notwendiger ist die Feststellung, dass es keine weiteren
Kürzungen im Agrarbudget geben darf", unterstrich Auer, dass die
Leistungen der heimischen Landwirtschaft nur dann gesichert sind,
wenn die EU-Mittel fließen.
"Gesundes Essen und Lebensmittelsicherheit, gepflegte
Landschaften, vitale Dörfer und Jobs am Land gibt es nur dank einer
starken 2. Säule", hielt der Bauernbund-Präsident zum Schulterschluss
der Bundesregierung zum Budget 'Ländliche Entwicklung' fest. Eine
Reduktion in diesem Bereich sei für Österreich daher auszuschließen.
"Um den österreichischen Weg einer umweltorientierten Landwirtschaft
fortzusetzen, braucht es alle nötigen Mittel der 1. und 2. Säule samt
der nationalen Kofinanzierung in Höhe von 50%", umriss
Bauernbund-Präsident Auer das Verhandlungsziel.
(Schluss)
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