- 06.11.2012, 13:15:35
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Mitterlehner: "Florierende Wirtschaftsbeziehungen mit Slowenien weiter verbessern"
Arbeitsgespräch mit slowenischem Wirtschaftsminister Zerjav: Neue Handelschancen vor allem bei Energie- und Umwelttechnologie, Tourismus und Infrastruktur
Utl.: Arbeitsgespräch mit slowenischem Wirtschaftsminister Zerjav:
Neue Handelschancen vor allem bei Energie- und
Umwelttechnologie, Tourismus und Infrastruktur=
Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat am
Dienstag bei einem Treffen mit seinem slowenischen Amtskollegen
Radovan Zerjav die aktuelle Wirtschaftslage, die Maßnahmen zur
Krisenbewältigung und neue Handelschancen besprochen. "Wir haben
florierende Wirtschaftsbeziehungen, die wir trotz der aktuell
schwierigen Konjunkturentwicklung weiter verbessern wollen", sagte
Mitterlehner bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Zerjav im
Anschluss an das Arbeitsgespräch im Hotel Sacher. "Die Maßnahmen
Sloweniens gehen in die richtige Richtung, vor allem weil die
Rahmenbedingungen für internationale Investoren weiter verbessert
werden. Davon können gerade österreichische Unternehmen profitieren",
so Mitterlehner.
Seit dem Konjunktureinbruch in der Wirtschaftskrise 2009 haben sich
die österreichischen Exporte nach Slowenien schrittweise gesteigert.
Im Vorjahr gab es ein Plus von 3,2 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro.
Mit diesem Wert liegt Slowenien an 13. Stelle im heimischen
Exportranking. Damit rangiert unser Nachbarland noch vor wichtigen
Zukunftsmärkten wie Brasilien, Indien, der Türkei und Japan.
"Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl ist Slowenien mit einem
Pro-Kopf-Import von 1.100 Euro sogar der wichtigste österreichische
Exportpartner weltweit nach Liechtenstein und dem Vatikan", so
Mitterlehner. Umgekehrt hat Österreich allein im Vorjahr Waren im
Wert von 1,6 Milliarden Euro importiert. Das bilaterale
Handelsvolumen hat sich damit auf rund vier Milliarden Euro erhöht.
Schon jetzt ist Österreich der mit Abstand wichtigste Investor in
Slowenien. Heimische Unternehmen haben rund 700 Niederlassungen, die
Bandbreite reicht von Produktionsstandorten und Logistikzentren bis
zu Bankfilialen, Supermärkten, Baumärkten und Tankstellennetzen. Laut
den aktuellsten Angaben der Slowenischen Nationalbank belief sich der
Gesamtinvestitionsbestand der österreichischen Unternehmen per Ende
2011 auf 5,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von 50
Prozent an allen ausländischen Direktinvestitionen in Slowenien. Zum
Vergleich: Der zweitwichtigste internationale Investor mit einem
Anteil von acht Prozent ist die Schweiz.
Neue Handelschancen nützen
Zusätzlich zu den bisherigen Ausfuhren, die sich auf Bereiche wie
Maschinen und Fahrzeuge, Metallwaren, Eisen und Stahl konzentrieren,
sieht Mitterlehner vor allem bei der Energie- und Umwelttechnologie,
beim Infrastrukturausbau und im Tourismus neue Handelschancen. "Dort
trifft das große Know-how und die Investitionskraft unserer Firmen
auf eine steigende Nachfrage in Slowenien. Interessierte Betriebe
unterstützen wir im Rahmen der Internationalisierungsoffensive mit
Förderungen und Beratungen", betont Mitterlehner. Zum Beispiel
befinden sich mehrere Recycling-Anlagen sowie
Luftreinhaltungsprojekte in Planung oder in Ausschreibung. Heimisches
Know-how ist zudem bei energieeffizienter Bauweise (Passiv- und
Niedrigenergiehäuser) sowie erneuerbaren Energiequellen gefragt.
Darüber hinaus zählt Slowenien zu den wenigen Ländern, in denen
Skifahren ein echter Nationalsport ist. Die dafür nötige
Infrastruktur wird kontinuierlich modernisiert und erweitert. Im
Rahmen der Internationalisierungsoffensive hat das Außenhandelscenter
Laibach deshalb einen Schwerpunkt "Alpine Infrastruktur" gesetzt.
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