• 06.11.2012, 10:00:06
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Pirker und Leichtfried schmieden EU-weite Allianzen für Koralm-, Semmeringtunnel und Wiener Hauptbahnhof

Unterstützungskomitee für den Baltisch-Adriatischen Korridor tagt im Europäischen Parlament

Utl.: Unterstützungskomitee für den Baltisch-Adriatischen Korridor
tagt im Europäischen Parlament=

Brüssel, 06. November 2012 (OTS) "Grenz- und parteiübergreifend
überzeugen, Verbündete suchen und Allianzen schmieden" wollen die
österreichischen EU-Abgeordneten Hubert Pirker und Jörg
Leichtfried, um eine Mehrheit für den sogenannten Baltisch-
Adriatische Korridor als Kernnetzkorridor des EU-Verkehrsnetzes zu
sichern. "Nur wenn eine Mehrheit aller EU-Abgeordneten für die
durch Österreich führende Verkehrsachse stimmt, kann die
milliardenschwere Mitfinanzierung des neuen Wiener Hauptbahnhofs,
des Koralm- und des Semmeringtunnels durch die EU lukriert werden",
so Pirker, Verkehrssprecher der ÖVP im EU-Parlament. "Heute beginnt
die entscheidende Phase der Verhandlungen im Verkehrsausschuss des
Europäischen Parlaments. Nach monatelanger Vorarbeit sind wir mit
dem Unterstützungskomitee für den Baltisch-Adriatischen Korridor
jetzt sehr gut aufgestellt." Das Vorhaben wird unterstützt von den
EU-Abgeordneten Antonio Cancian (EVP, Italien), Zigmantas Balcytis
(S&D, Litauen), Jan Brezina (EVP, Tschechien), Boguslaw Liberadzki
(S&D, Polen), Bogdan Marcinkiewicz (EVP, Polen), Petri Sarvamaa
(EVP, Finnland), Vilja Savisaar-Toomast (Liberale, Estland), Olga
Sehnalová (S&D, Tschechien) und Debora Serracchiani (S&D, Italien).
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SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried, Mitglied im
Verkehrsausschuss und vehementer Befürworter des Bahnausbaus,
betont den Vorteil für Wirtschaft und Bevölkerung: "Aus
internationaler Sicht ist der Koralmtunnel Teil des sogenannten
Baltisch-Adriatischen Korridors. Dieser verbindet leistungsstark
und klimafreundlich Polen, Tschechien und die Slowakei mit Ost- und
Südösterreich sowie Oberitalien. Die Bahn kann dann nämlich sogar
dem Flugzeug Konkurrenz machen." Wer eine wettbewerbsfähige Bahn
auch im Sinne des immer wichtiger werdenden Umweltschutzes haben
möchte, darf bei Vorzeigeprojekten nicht davonlaufen. Leichtfried
ist zuversichtlich, das mit dem nötigen technischen Ausbau die
Nutzung zunehmen wird. Derzeit zeigt sich beim Personenverkehr auf
der Schiene eine deutliche Diskrepanz zwischen den vom
Gesamtverkehrsaufkommen her vergleichbaren Strecken Wien-Linz und
Wien-Graz. Während Richtung Westen 40 Prozent (Pöchlarn) bzw. 30
Prozent (Attnang) der Reisenden die Bahn nützen, sind es Richtung
Süden nur zehn Prozent (Semmering und Neumarkter Sattel). "Der
Grund dafür liegt auf der Hand: der wesentlich bessere Ausbau der
Westbahnstrecke. Nun geht es darum, beim Baltisch-Adriatischen
Korridor vorwärts zu kommen", so Leichtfried.

Das von Pirker, Leichtfried und Cancian gegründete
Unterstützungskomitee für den Baltisch-Adriatischen Korridor ist
eine parteiübergreifende Allianz von EU-Abgeordneten aus Finnland,
den baltischen Staaten, Polen, Tschechien, Slowakei, Österreich und
Italien, die sich für den Ausbau der Verkehrsachse von Helsinki bis
Bologna einsetzen. Am heutigen Dienstag tagt das Komitee
unmittelbar vor der Sitzung des Verkehrsausschusses. "Der Baltisch-
Adriatische Verkehrskorridor wird die Wirtschaftsgeografie in der
ehemals strukturschwachen Grenzregion zwischen Ost und West weiter
stärken und bringt allein für die Weststeiermark und Südkärnten
eine zusätzliche Wertschöpfung von jährlich 210 Millionen Euro",
erklärt Pirker.

Rückfragehinweis:
Daniel Köster M.A., Pressedienst der EVP-Fraktion im Europäischen
Parlament, Tel.: +32 (487) 384 784, E-Mail:
[email protected]
Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament,
Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]

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