• 05.11.2012, 12:23:59
  • /
  • OTS0141 OTW0141

Lunacek: EZB-Besetzung mit Mersch ist Chauvinistischer Doppelschlag der Euro-Finanzminister

Grüne: Männliche Seilschaften ignorieren Europaparlament

Utl.: Grüne: Männliche Seilschaften ignorieren Europaparlament=

Wien (OTS) - "Die sich heute abzeichnende Ernennung von Yves Mersch
als sechstes männliches Mitglied im Direktorium der Europäischen
Zentralbank (EZB) ist ein chauvinistischer Doppelschlag. Die
schriftliche Abstimmung unter den Euro-FinanzministerInnen ist ein
Affront gegen das eindeutige Votum des Europäischen Parlamentes und
übergeht dieses auf unzulässige Weise. Sie stellt eine Bestätigung
männlicher Seilschaften in der Finanzwelt dar - und das ausgerechnet
in Zeiten, wo gerade im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise
derartige männliche Überheblichkeit in Frage gestellt werden sollte",
erklärt Ulrike Lunacek, Europasprecherin der Grünen und
Europaabgeordnete, zur bevorstehenden Bestellung "des
eingeschlechtlichen Sextetts im Direktorium der Europäischen
Zentralbank".

"Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments hat
schon vor dem Sommer fraktionsübergreifend in einem Schreiben an
Eurogruppenpräsident Jean-Claude Juncker klar gemacht, dass wir eine
weibliche Kandidatin wollen und auch zahlreiche geeignete
Kandidatinnen genannt. Die geschlechtergerechte Zukunft in der
europäischen Wirtschafts- und Währungswelt darf nicht erst 2018
beginnen, wenn die nächsten Besetzungen anstehen", fordert Lunacek.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel