- 05.11.2012, 10:44:11
- /
- OTS0081 OTW0081
Bures verabschiedet den ersten Austro-Satelliten
Symbol für die starke heimische Präsenz in der internationalen Weltraumforschung
Utl.: Symbol für die starke heimische Präsenz in der internationalen
Weltraumforschung=
Wien (OTS/BMVIT) - Den ersten österreichischen Satelliten
verabschiedete Innovationsministerin Doris Bures am Mittwoch am
Flughafen Graz. "Österreich ist sehr präsent in der internationalen
Weltraumforschung", erinnert die Ministerin an die rasant steigende
Bedeutung dieses dynamischen Forschungs- und Entwicklungszweigs.
"Heimische Unternehmen machen als Zulieferer von
Weltraum-Spitzentechnologie bereits jährlich Umsätze von mehr als 125
Millionen Euro. Rund 1.000 MitarbeiterInnen sind bereits im
heimischen Raumfahrtsektor tätig." ****
Der an der TU Graz gebaute "TUGSAT-1" und sein Pendant "UniBRITE",
der im Auftrag der Uni Wien im Space Flight Laboratory an der Uni
Toronto in Kanada gefertigt worden ist, sind die ersten
"Austro-Satelliten". Beide werden im Dezember von Indien aus mit
einer Trägerrakete ins All starten. "Von dieser starken Präsenz
Österreichs bei der Weltraumforschung profitiert Österreich
wissenschaftlich. Dadurch ist sichergestellt, dass unser Land die
stetig wachsende Menge an Daten der Weltraumtechnologie bestmöglich
nutzen kann", erklärt Bures. Schließlich basieren entscheidende
Anwendungen des täglichen Lebens auf Weltraumtechnologien.
Wetterprognosen oder Navigationssysteme sind ohne sie undenkbar
geworden. Aktuell profitieren Schiffe auf der Donau vom exakten
globalen Navigationssystem NAVWAT der via donau. Durch dieses System
werden Schiffsführer beim Navigieren in kritischen Bereichen, wie bei
Schleusen, Häfen oder Brücken, zuverlässig unterstützt.
BMVIT fördert Weltraum-Mission
Österreichs Weltraumforschung ist ein stark wachsender
Forschungsbereich. Waren 1999 erst zehn heimische Betriebe in diesem
Segment tätig, so sind es heute bereits mehr als 50. TUGSAT-1 wurde
über das Innovationsprogramm ASAP des BMVIT finanziert. UniBRITE
wurde von der Uni Wien bei der Universität Toronto in Auftrag
gegeben. Das BMVIT fördert die Satelliten-Mission mit 340.000 Euro,
die Gesamtkosten legen bei etwa 1,5 Millionen Euro. Beide Satelliten
sind Nanosatelliten, etwa 20x20x20 cm groß und jeweils sieben
Kilogramm schwer. "Wir sind sehr stolz, dass Forscher und Studierende
der TU Graz an dieser historischen Mission maßgeblich mitwirken. Die
TU Graz will hoch hinaus, ein Weltraumprojekt ist prominentes Signal
für diese Zielsetzung. Zugleich zeigt es den Erfolg von
Kooperationen, für die wir stehen: zwischen Disziplinen,
Institutionen und grenzüberschreitend", so Harald Kainz, Rektor der
TU Graz.
Ursprünglich war der Start der Austro-Satelliten für Herbst 2011
geplant, aber die beiden Austro-Trabanten sind nur "Mitlast" der
indischen Rakete. Die wesentlich umfangreichere Hauptlast der
Trägerrakete - ein indischer Telekom-Satellit - kann erst später
geliefert werden. Deshalb wird die Rakete erst im Dezember vom Satish
Dhawan Space Center bei Chennai starten. Zwei Stunden später sollen
die Satelliten ihre Umlaufbahn aufnehmen. "Dass Studierende in einem
realen Weltraumprojekt mit an Bord sind, ist eine Besonderheit. Mit
ihrer Neugierde, ihrem Fleiß und ihrem wissenschaftlichen Können
leisten sie einen unschätzbaren Beitrag zum Gelingen dieses
Projekts", so Otto Koudelka, der das Projekt am Institut für
Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation der TU Graz leitet.
Entstehung der Sterne besser verstehen
Die rotweißroten Erdtrabanten haben folgende Mission: Die
Lichtintensität von Sternen und Meteoriten zu untersuchen. Die
Ergebnisse sollen helfen, die Entstehung von Sternen besser zu
verstehen. Dazu werden sie zwei Jahre lang auf einer Umlaufbahn 800
Kilometer von der Erde entfernt kreisen. Das kann einen wesentlichen
Beitrag dazu leisten, noch unverstandene kosmische Fragen zu lösen.
Nach diesen beiden Jahren der Sternenbeobachtung werden die
Satelliten noch geschätzte 100 Jahre im Weltall verbringen, bevor sie
endgültig verglühen. Da Österreich durch die beiden Satelliten zum
ersten Mal "Startstaat" wird, hat das Parlament 2011 einstimmig ein
Weltraumgesetz beschlossen. Es regelt die Genehmigung und Überwachung
von Weltraumaktivitäten, die Registrierung von Weltraumgegenständen
und Haftungsfragen. (Schluss)
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVM






