• 31.10.2012, 08:24:34
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Pädokriminelle in der Pfarrerinitiative: Betroffene begrüßen geänderte Aufnahmepolitik

Wien (OTS) - Die Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt begrüßt die
Entscheidung von Helmut Schüller, künftig beschuldigte
Missbrauchstäter nicht mehr in die Pfarrerinitiative aufnehmen zu
wollen, erwarte sich aber mehr Unrechtsbewusstsein von Helmut
Schüller, dem ehemaligen Leiter der Ombudsstelle für sexuellen
Missbrauch der Erzdiözese Wien.

Zur Vorgeschichte: Wie die Plattform Betroffener kirchlicher
Gewalt letzte Woche aufgedeckt hat, sind zwei prominente
Missbrauchstäter Mitglieder der Pfarrerinitiative. Dies obwohl diese
deswegen von der Amtskirche von ihren Ämtern enthoben wurden. Beide
Täter waren 2010 mit vollem Namen in den Schlagzeilen und gaben ihre
mittlerweile verjährten Verbrechen offiziell zu.

In einer ersten Reaktion erklärte Helmut Schüller dazu, dass
etwaige Missbrauchsvorwürfe bzw. Geständnisse kein Hindernis für eine
Aufnahme in die Pfarrer-Initiative darstellen, zumal ja die Taten
schon "so lange her" wären:
www.youtube.com/watch?v=nyg_TfSVRhk

Sepp Rothwangl,von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt:
"Egal ob progressiv oder konservativ, egal ob Schüller oder
Schönborn: Nur durch medialen Druck werden Konsequenzen aus dem
sexuellen Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche gezogen. Nach
zwei Jahren mit immer neuen Vorwürfen von sexuellem Missbrauch
scheint es noch immer kein ausreichendes Unrechtsbewusstsein in der
Kirche zu geben. Erst negative Schlagzeilen sorgen für Konsequenzen."

www.betroffen.at, www.kirchen-privilegien.at

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