- 30.10.2012, 14:25:28
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Innenministerium plant eigene Schulklasse für unmündige minderjährige Flüchtlinge in Traiskirchen
Größte Rolle spielt dabei das Kindeswohl - schon jetzt gibt es Deutsch- und Integrationsunterricht sowie eine 24-Stunden-Betreuung
Utl.: Größte Rolle spielt dabei das Kindeswohl - schon jetzt gibt es
Deutsch- und Integrationsunterricht sowie eine
24-Stunden-Betreuung=
Wien (OTS) - "Das Innenministerium legt großen Wert auf die
altersgerechte Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen", so
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Um einen reibungslosen Ablauf
und eine altersgerechte Versorgung zu gewährleisten, gibt es schon
jetzt eine spezielle 24-Stunden-Betreuung. "Wir wollen aber noch
einen Schritt weiter gehen: künftig soll es eine eigene Schulklasse
für unmündige Minderjährige in der Betreuungsstelle Traiskirchen
geben", so die Innenministerin.
Fakt ist: Derzeit ist keiner der minderjährigen Flüchtlinge
schulpflichtig, dennoch soll jenen Kindern, die die Schule besuchen
möchten, dies ermöglicht werden.
So soll gewährleistet sein, dass die unmündigen Minderjährigen
während ihres vorübergehenden Aufenthalts in der
Bundesbetreuungsstelle die Schule besuchen können. Das
Innenministerium wird dafür in der Betreuungsstelle Traiskirchen
eigene Räume zur Verfügung stellen. Die Bereitstellung der Lehrer
sowie der schulorganisatorische Ablauf hat dabei durch die
Schulbehörden zu erfolgen.
Derzeit besteht das Betreuerteam aus 25 Sozialbetreuern, die
zusätzlich von einem Psychologen unterstützt werden. Das
Betreuersystem ermöglicht eine angemessene Begleitung und Wahrnehmung
der Interessen der unbegleiteten Minderjährigen und unterstützt diese
in ihren persönlichen Belangen. Der sogenannte "Bezugsbetreuer"
fungiert dabei als "Anlaufstelle" bei Problemen aller Art.
"Die größte Rolle spielt dabei das Kindeswohl. Aus diesem Grund wurde
bei der Zusammensetzung des Betreuerteams auf die entsprechende
Sozialkompetenz, Kommunikationsfähigkeit und hohe Einsatzbereitschaft
der Sozialarbeiter Wert gelegt", so die Innenministerin. Auch
Sprachkenntnisse, Durchsetzungsvermögen und Fortbildungsmaßnahmen der
Sozialbetreuer, wie etwa in den Bereichen Gewaltprävention und
Konfliktlösung, spielen eine große Rolle und sollen die hohe Qualität
der Mitarbeiter weiter fördern.
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