- 30.10.2012, 13:15:11
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ÖGfE-Schmidt: EU-Budget - mehr Information über Struktur und Nutzen!
Österreicher geteilter Meinung, ob EU-Budget ausreicht, anstehende Aufgaben zu erfüllen - Umfrage
Utl.: Österreicher geteilter Meinung, ob EU-Budget ausreicht,
anstehende Aufgaben zu erfüllen - Umfrage=
Wien (OTS) - Zurzeit laufen die Diskussionen um die Ausgestaltung des
EU-Budgets auf Hochtouren - kolportiert wird eine Kürzung des
gemeinschaftlichen Haushalts um 50 Milliarden Euro für die
Finanzperiode 2014 bis 2020.
Das EU-Budget beträgt jährlich rund 140 Milliarden Euro. Reicht
dies, um die Aufgaben, denen sich die Union gegenübersteht, zu
erfüllen? Die Österreicher sind hier geteilter Meinung: Insgesamt 42
Prozent sind der Ansicht, dass die EU ihre Aufgaben damit erfüllen
kann (7 Prozent "sehr gut"/35 Prozent "gut"), 50 Prozent sind nicht
dieser Meinung (40 Prozent "weniger gut"/10 Prozent "gar nicht
gut")*. So das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Österreichischen
Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).
"Das EU-Budget sorgt zwar in der öffentlichen Diskussion des
Öfteren für Schlagzeilen -Kaum wird jedoch darüber informiert, wofür
das Geld eigentlich verwendet wird", so ÖGfE-Leiter Paul Schmidt.
"Dabei kommen über 90 Prozent der EU-Gelder in Form von Investitionen
und Projektförderungen den EU-Ländern zugute. Österreich ist zwar
Nettozahler, profitiert aber auch indirekt von einer positiven
wirtschaftlichen Entwicklung unserer Nachbarländer."
Sachinformation über die Struktur des EU-Haushalts sollte gerade
jetzt verstärkt werden, fordert Schmidt. "Die Menschen haben hohe
Erwartungen an die EU und setzen voraus, dass diese die anstehenden
Herausforderungen löst - in Krisenzeiten gilt dies umso mehr. Dabei
entspricht das EU-Budget gerade einmal einem Prozent der
Wirtschaftsleistung der EU-27. Anspruch und Wirklichkeit klaffen
auseinander. Ein tieferer Einblick in das Zustandekommen, die
Struktur und vor allem die Möglichkeiten des EU-Budgets, würde die
Erwartungen an die EU jedenfalls realistischer machen."
Die Umfrage wurde im Auftrag der Österreichischen Gesellschaft für
Europapolitik (ÖGfE) von der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 501
ÖsterreicherInnen per Telefon (repräsentativ für die österreichische
Bevölkerung ab 16 Jahre/Gewichtung nach Geschlecht, Alter und
Bildung) im September/Oktober 2012. * Rest auf 100 Prozent = "weiß
nicht/Keine Angabe".
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