• 23.10.2012, 19:21:12
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Neues Volksblatt: "Fragen" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 24. Oktober 2012

Utl.: Ausgabe vom 24. Oktober 2012=

Linz (OTS) - Der Empfang eines hohen Militärs und die Beschäftigung
von Grundwehrdienern bei demselben muss jetzt als Beweis dafür
herhalten, dass die allgemeine Wehrpflicht überholt ist.
Der Empfang und die Beschäftigung der Grundwehrdiener ebendort ist
schon ein Beweis - aber höchstens dafür, dass der Wehrdienst dringend
eine Reform braucht; und das bestreitet ohnehin niemand. Und
vielleicht noch ein Hinweis darauf, dass man sich mitten in einer
aufgeheizten Wehrpflicht-Debatte ganz genau überlegen sollte, wofür
man Grundwehrdiener einsetzt.
Aber Sensibilität ist halt nicht jedermanns Sache. Und auch nicht
jederfraus Sache, wie die Zivildienstsprecherin der Grünen beweist,
die in der Debatte über Bundesheer und Katastrophenschutz darauf
hinweist, "dass gerade die Feuerwehrjugend ... ein großartiges
Potenzial aufweist und dass Mädchen und Burschen hier vermehrt
gestärkt gehören."
Man fragt sich: Will die Frau wirklich bei Hochwasser, Lawinen oder
Windbrüchen Kinder an die Katastrophenfront schicken?
Und zum Gejammere über die "beharrenden Kräfte" im Heer, die eine
Reform des bestehenden Systems unmöglich machten, muss man den
SPÖ-Verteidigungsminister fragen, ob er sich schon bei den
ÖVP-Innenministern erkundigt hat, wie diese die Polizeireform
hingekriegt haben, ohne ein funktionierendes System zu zerstören.
Fragen kostet nichts, Herr Minister Darabos!

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