• 23.10.2012, 17:20:33
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Arbeiten für High Tech - Bauern leicht gemacht

Naturnahe Betonspurwege für moderne Agrarwirtschaft

Utl.: Naturnahe Betonspurwege für moderne Agrarwirtschaft=

Wien (OTS) - War die Landwirtschaft bis vor 100 Jahren vor allem
durch schwere Handwerksarbeit geprägt, so sind heute modernste High
Tech-Maschinen zur Bewirtschaftung vom Acker- bis zum Weinbau im
Einsatz. Daher müssen Verbindungs-, Feld-, Güter- und Wirtschaftswege
hohen Anforderungen standhalten. Felix Friembichler, Geschäftsführer
Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ): "Ländliche
Wege müssen auch bei Schlechtwetter befahren werden können und sollen
einen hohen Verschleißwiderstand haben." Der Ausbau als Betonspurweg
hat daher an Bedeutung gewonnen, bisher vor allem in der Alpenregion.
Dieser Veränderungsprozess wird durch die Herausgabe des Merkblatts
"Betonspurwege" der Österreichischen Bautechnik Vereinigung
unterstützt. Die Unterlage bietet praxisorientierte Hinweise für
Planung und Herstellung von Betonspurwegen.

Wesentliche Materialeigenschaften wie hohe Tragfähigkeit,
Verformungswiderstand, lange Instandsetzungsintervalle und so gut wie
kein Erhaltungsbedarf sprechen für die Errichtung von Betonspurwegen.
Zudem können damit keine witterungsbedingten Spurrinnen entstehen.
Für den Bau bzw. Umbau naturnaher Wege gibt es spezifische
Förderungen, die in jedem Bundesland eigens geregelt sind. Das
Merkblatt enthält alle notwendigen, technischen
Grundlageninformationen.

Keine Erhaltungsmaßnahmen

In Österreich werden rund 44% der gesamten Bundesfläche
landwirtschaftlich, von überwiegend größeren Betrieben, genutzt. Die
High Tech-Maschinen für die Bewirtschaftung stellen besondere
Anforderungen an die Wirtschaftswege. Vor allem Herstellungs- und
Erhaltungskosten spielen eine große Rolle. Vertreter der
burgenländischen Landesregierung bestätigen, dass Betonspurwege für
die Kommunen wirtschaftlich interessant sind, da für etwa 30 Jahre
keine Erhaltungsmaßnahmen budgetiert werden müssen.

Naturnahe Bauweise schont Ökosystem

Friembichler: "Es erfolgt ausschließlich die Betonierung von
Spuren für das Befahren mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen, um der
Natur ihren Raum zu lassen." Einerseits bleibt der Lebensraum von
Amphibien und Insekten nahezu unberührt, andererseits ist das
reibungslose Abwickeln landwirtschaftlicher Tätigkeiten wie das
ungehinderte Mähen über Betonspurwege hinweg möglich.

Vier Arbeiter bauen bis zu 200 Meter pro Tag

Je nach Situation und Anforderung werden Betonspurwege vor Ort
betoniert oder mit fertigen Betonelementen errichtet. Die Herstellung
in Beton vor Ort kann wahlweise in Eigenregie oder von Profis
erfolgen. Ein Team von vier Arbeitern schafft auf einem vorbereiteten
Unterbau täglich zwischen 100 und 200 Meter Betonspurweg.

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