- 23.10.2012, 12:09:52
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Mitterlehner zum Mittelstandsbericht 2012: "KMU machen Wirtschaft innovativer und krisenfester"
Mittelstandsbericht im Ministerrat: Klein- und Mittelbetriebe sind Rückgrat der heimischen Wirtschaft - 307.700 KMU beschäftigen rund 1,8 Millionen Menschen in Österreich
Utl.: Mittelstandsbericht im Ministerrat: Klein- und Mittelbetriebe
sind Rückgrat der heimischen Wirtschaft - 307.700 KMU
beschäftigen rund 1,8 Millionen Menschen in Österreich=
Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat dem
Ministerrat am Dienstag den neuen Mittelstandsbericht 2012
präsentiert. "Kleine und mittlere Unternehmen leisten einen
entscheidenden Beitrag zum Wohlstand in Österreich und machen die
gesamte Volkswirtschaft krisenfester. Sie sind das starke Rückgrat
der heimischen Wirtschaft, weil sie solide Werte schaffen, aber auch
flexibel und innovativ auf Konjunktureinbrüche reagieren können",
betont Mitterlehner. "Damit leisten KMU einen entscheidenden Beitrag,
dass Österreich heuer schon das elfte Jahr in Folge schneller wächst
als die Eurozone", so Mitterlehner.
Laut Mittelstandsbericht waren zuletzt rund 307.700 KMU im Land
aktiv, was rund 99,7 Prozent aller Betriebe entspricht. Damit ist die
Zahl der KMU von 2008 auf 2010 trotz des zwischenzeitlichen
Konjunktureinbruchs im Jahr 2009 um 2,7 Prozent gestiegen. Die Zahl
der Beschäftigten stieg in diesem Zeitraum leicht um 0,3 Prozent auf
1,8 Millionen, das entspricht mehr als zwei Drittel aller
unselbstständig Erwerbstätigen. Insgesamt erwirtschafteten heimische
KMU im Jahr 2010 mit 398 Milliarden Euro rund 63 Prozent aller
Nettoumsätze und mit 99 Milliarden Euro rund 58 Prozent der
Bruttowertschöpfung. Eine positive Entwicklung gab es auch bei der
durchschnittlichen Eigenkapitalquote der KMU: Diese betrug im
Bilanzjahr 2010/2011 28,5 Prozent, was einem Anstieg von 3,5
Prozentpunkten gegenüber 2008/2009 entspricht.
Der Mittelstandsbericht zeigt, dass Österreich bei der Umsetzung
des Small Business Act - das sind die zehn Grundsätze der
europäischen KMU-Politik - über dem EU-Schnitt liegt. Das belegt auch
ein aktueller Bericht der EU-Kommission, wonach im Vergleich der
EU-27 zuletzt nur die KMU in Österreich und Deutschland ihre
Bruttowertschöpfung und ihren Beschäftigungsstand vor der Krise 2008
übertreffen konnten. Bei Österreich lobt die EU-Kommission vor allem
den guten Zugang zu Finanzierungen, die hervorragende
Fachkräfte-Ausbildung, die breit gefächerte Innovationsförderung
sowie den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen. Als europäische
Best-Practice-Beispiele gelten die Internationalisierungsoffensive,
die Finanzierungsförderungen von aws und ÖHT, die Programme der FFG,
die Förderaktion für die thermische Sanierung, das
Unternehmensserviceportal und das Gewerberegister Neu. Positiv
hervorgehoben wird auch das Entbürokratisierungsprogramm
"Verwaltungskosten senken für Unternehmen".
Jungunternehmerfonds gegen Risikokapital-Mangel
Handlungsbedarf besteht beim Zugang zu Risikokapital, das von KMU
in Österreich nur unterdurchschnittlich genutzt wird. "Um das zu
verbessern und den Weg vom Start-Up zum Weltmarktführer auch in
Österreich zu erleichtern, stellen wir 2013 zwei neue
Jungunternehmerfonds auf, die schrittweise 110 Millionen Euro in
junge Unternehmen investieren werden", bekräftigt Mitterlehner. Das
Maßnahmenpaket besteht aus einem Gründerfonds für die langfristige
Risikofinanzierung und den optimalen Zugang zu allen Angeboten der
Austria Wirtschaftsservice (aws) sowie dem Business Angel Fund, der
neben Risikokapital Know-how und Netzwerke in die jungen Unternehmen
einbringt.
Der alle zwei Jahre herausgegebene Mittelstandsbericht wird im
Auftrag des Wirtschaftsministeriums von der KMU-Forschung Austria
erstellt und orientiert sich im Aufbau an den Grundsätzen des
europäischen Small Business Act.
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