- 23.10.2012, 11:15:31
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Dachverband Energie-Klima fordert Besserstellung der Heizungssanierung
Hutterer: "Mitterlehner muss Sanierungsförderung neu ordnen"
Utl.: Hutterer: "Mitterlehner muss Sanierungsförderung neu ordnen"=
Wien (OTS) - Die Sanierung des Heizungssystems samt möglicher
Solareinbindung muss im kommenden Sanierungsscheck ohne Anbindung an
Dämmmaßnahmen gefördert werden. Dies belegt eine Studie des
Energieinstitutes an der Johannes Kepler Universität Linz. Ernst
Hutterer, Obmann des Dachverbandes Energie-Klima, fordert daher eine
Gleichstellung von Heizungs- und Gebäudesanierung bei der Förderung.
"Die Studienergebnisse zeigen, dass eine Sanierung des
Heizungssystems mit Umstellung auf erneuerbare Energie mehr als eine
Alternative zur Dämmung ist" betont Hutterer. "Wir fordern daher von
Wirtschaftsminister Mitterlehner, die Sanierungsoffensive 2013
entsprechend anzupassen."
In der Studie, des Energieinstitutes an der Johannes Kepler
Universität Linz, die der Dachverband Energie-Klima beauftragt hatte,
wurden verschiedene Referenzszenarien durchgerechnet. Die Ergebnisse
zeigen, dass nach einer Sanierung des Heizungssystems jährlich bis zu
44 Prozent der Vollkosten (das entspricht bei einem Einfamilienhaus
ca. 2.000 Euro) eingespart werden können. Das sind drei Viertel (74
Prozent) mehr als die Einsparung bei Dämmung der Gebäudehülle. "Die
Heizungssanierung samt möglicher Solareinbindung muss auf Grundlage
dieser Ergebnisse im kommenden Sanierungsscheck unabhängig von
Dämmmaßnahmen gefördert werden", so Hutterer.
Kürzere Amortisationszeiten und mehr Klimaschutz
Auch die Amortisationszeiten liegen mit durchschnittlich 14 Jahren
beim Einfamilienhaus deutlich unter jenen für die Dämmung der
Gebäudehülle. So rechnet sich die Heizungssanierung beim
Einfamilienhaus doppelt so schnell, wie die Sanierung der
Gebäudehülle, beim Mehrfamilienhaus sogar viermal so schnell.
Im Bereich der CO2-Emissionen kann durch die Sanierung des
Heizsystems sogar bis zu 90 Prozent eingespart werden, das sind um
bis zu 40 Prozent mehr als durch Dämmung.
Sanierung von 100.000 Heizanlagen schafft 1.400 Arbeitsplätze
Darüber hinaus führt die Heizungssanierung mittelfristig zu
positiven volkswirtschaftlichen Effekten. So können laut der Studie
des Energieinstitutes bei einer Sanierung von 100.000 Wohngebäuden in
Österreich durch die Heizungssanierung dauerhaft 1.400 Arbeitsplätze
geschaffen werden.
Eine entsprechende Sanierungsoffensive würde die Energieausgaben der
Bewohner dauerhaft um 300 Millionen Euro senken. Gleichzeitig würden
sich die CO2 Emmissionen um 1,3 Mio. Tonnen jährlich reduzieren.
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Der Dachverband Energie-Klima ist eine Arbeitsgemeinschaft in der
Wirtschaftskammer Österreich. Er vertritt die gemeinsamen Interessen
der mit der Technik und Nutzung der Umweltenergie befassten Industrie
und des einschlägigen Gewerbes und Handels.
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