- 22.10.2012, 18:00:31
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Neues Volksblatt: "Abstieg" von Michael KALTENBERGER
Ausgabe vom 23. Oktober 2012
Utl.: Ausgabe vom 23. Oktober 2012=
Linz (OTS) - Im Sprücheklopfen ist BZÖ-Chef Josef Bucher eine
anerkannte Größe; auch wenn seine Sager die Grenze dessen, was die
Menschen im Umgang von Politikern miteinander noch als akzeptabel
empfinden, oft überschreiten. Aber offensichtlich erstrecken sich
seine Qualitäten auf das Sprücheklopfen, sonst würden ihm seine
Abgeordneten nicht reihenweise abhanden kommen; zu wem auch immer. Es
scheint, als würden die BZÖ-Mandatare eine unsichere Zukunft mit
Frank Stronach der Zukunft mit Josef Bucher vorziehen. Auch wenn das,
was Stronach bisher in die österreichische Politik eingebracht hat,
für viele beängstigend ist. Vor allem dann, wenn man sich den Haufen
ideologiefreier Wendehälse anschaut, den der Milliardär um sich
versammelt: Niemand weiß, wohin der Weg mit dieser Truppe geht.
Trotzdem ist, wie es ausschaut, das BZÖ nach dem Tod von Jörg Haider
auf dem Weg, zu einer Episode in der österreichischen Politik zu
werden. Die Bucher'sche Haider-Verehrung wird daran nichts ändern.
Dabei hatte sich der BZÖ-Chef bereits als einzige wahre und echte
bürgerliche Kraft in diesem Land gesehen - und jetzt sind von 21
Abgeordneten nur noch 13 übrig. Es ist, als hätte Wilhelm Busch den
Abstieg vorausgesehen, als er schrieb:
Wenn einer, der mit Mühe kaum
Gekrochen ist auf einen Baum,
Schon meint, dass er ein Vöglein wär,
So irrt sich der ...
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