SP-Brauner zu Equal Pay Day: In Wien schließt sich die Schere kontinuierlich!

Wien (OTS/SPW) - Wien begeht heute, 19. Oktober, als letztes Bundesland den Equal Pay Day: dieser Tag markiert jenen Zeitpunkt, an dem Männer in Wien das durchschnittliche Jahresgehalt einer Frau verdient haben - ab heute arbeiten Wiener Frauen bis zum Ende des Jahres also quasi unbezahlt. "Österreichweit fand der Equal Pay Day bereits am 5. Oktober statt, im Bundesländervergleich ist die Einkommensschere in Wien damit mit 21,75 Prozent am geringsten. Daher findet der Wiener Equal Pay Day erst zwei Wochen später statt und konnte sich in Vergleich zum Vorjahr sogar um fünf Tage verbessern. Auch wenn das erfreulich ist, bleibt noch viel zu tun, bis die Einkommensschere geschlossen ist", betonte die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Vizebürgermeisterin Renate Brauner am Freitag.****

"Das ist das Ergebnis einer konsequent geführten, umsichtigen Frauen-und Gleichstellungspolitik", unterstreicht die Vizebürgermeisterin. Mit dem Gratis-Kindergarten, Quoten und Einkommenstransparenz auf Stadtebene, mit der Koppelung der öffentlichen Auftragsvergabe an frauenfördernde Maßnahmen sowie durch zielgenaue Frauenförderungsprogramme wird in Wien die Einkommensschere Schritt für Schritt geschlossen. "Wir setzen an unterschiedlichsten Hebeln an, damit alle Wienerinnen sicher, selbstbestimmt und unabhängig leben können!", so Brauner.

Gratis-Kindergarten erspart Familien 2.800 Euro jährlich

Eine zentrale Unterstützung ist der Gratis-Kindergarten, der bereits seit über 1.100 Tagen besteht. "Damit erleichtern wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und entlasten die Wienerinnen und Wiener spürbar. Eltern sparen sich jährlich bis zu 2.800 Euro pro Kind! Und sie können sich auf eine sehr hohe Betreuungsdichte, Job-orientierte Öffnungszeiten und wenige Schließtage verlassen. Das ermöglicht es Frauen, einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen." Insgesamt gibt die Stadt 600 Millionen Euro im Jahr für Kinderbetreuung aus. Heuer stehen 52.228 Kindergartenplätze und 18.426 Krippenplätze zur Verfügung. Der Ausbau geht dabei stetig weiter: So werden im Jahr 2012/2013 weitere 2.000 Kinderbetreuungsplätze geschaffen.

Wien unterstützt beim Wiedereinstieg

Die Förderprogramme der Stadt Wien und der Gratiskindergarten tragen dazu bei, den Wiedereinstieg maßgeblich zu erleichtern. So entscheiden sich in Wien immer mehr Frauen dazu, nach einer Unterbrechung der Erwerbstätigkeit in den Beruf zurückzukehren. Mit dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) bietet die Stadt zudem als einziges Bundesland umfangreiche Programme, die speziell auf Frauen zugeschnitten sind. So können Arbeitnehmerinnen beim waff für berufliche Aus- und Weiterbildungen bis zu 3.700 Euro an Förderung erhalten.

Quoten unerlässlich

Unerlässlich sind für die Wiener SPÖ Frauen auch verpflichtende Quoten für Vorstände und Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen, denn "auch die Wirtschaft muss ihren Beitrag zur Gleichberechtigung leisten. Hierfür brauchen wir neben dem Engagement im Bereich Frauenförderung vieler Unternehmen eine gesetzliche Verpflichtung", stellte Brauner fest.

Bei der Stadt Wien gibt es bereits seit 1997 eine gesetzliche 50-Prozent-Frauenquote. Seither steigt die Zahl der Frauen in den Führungsetagen der Stadt kontinuierlich: 2010 waren bereits 22 von 62 Magistratsabteilungen in Frauenhand. Das entspricht einem Frauenanteil von 35 Prozent. Zum Vergleich: 1997 standen nur 5 Prozent der Magistratsabteilungen unter weiblicher Führung. "Diese Zahlen sind der beste Beweis dafür, dass die Quote wirkt!", so Brauner, die abschließend feststellt: "Wir sind damit natürlich noch lange nicht zufrieden und haben noch viel vor für die Frauen in Wien, um die gläserne Decke zu durchbrechen und die Einkommensschere weiter zu verkleinern. Damit Frauen dort hinkommen, wo sie hingehören - an die Spitze!" (Schluss) nk

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