- 18.10.2012, 14:27:33
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Mikl-Leitner: Menschenhandel ist ein abscheuliches Verbrechen
EU-Tag gegen Menschenhandel ist ein wichtiges Signal im Kampf gegen den Menschenhandel
Utl.: EU-Tag gegen Menschenhandel ist ein wichtiges Signal im Kampf
gegen den Menschenhandel=
Wien (OTS) - "Menschenhandel ist ein Verbrechen, bei dem Menschen
rücksichtslos ausgebeutet werden. Wir müssen daher unsere Kräfte im
Kampf gegen Menschenhandel weiter bündeln und auch in Zukunft
vehement dagegen vorgehen", sagt Innenministerin Mag.a Johanna
Mikl-Leitner anlässlich des heutigen EU-Anti-Menschenhandelstages.
Im Bundeskriminalamt hat sich ein eigenes Büro auf die Bekämpfung des
Menschenhandels spezialisiert. Dieses Büro arbeitet eng mit den
zuständigen Sozialeinrichtungen wie der Interventionsstelle für
Betroffene von Frauenhandel (LEFÖ/IBF) zusammen, um den Opfern von
Menschenhandel unter anderem beim Aufbau eines neuen Lebens zu
helfen. Hinweise zu Menschenhandel können anonym in der Meldestelle
im Bundeskriminalamt ([email protected] oder telefonisch unter
01/24 836 85383) gegeben werden.
Zur Koordinierung und Intensivierung der Maßnahmen zur Bekämpfung des
Menschenhandels wurde in Österreich im November 2004 die Task Force
Menschenhandel unter Leitung des Bundesministeriums für europäische
und internationale Angelegenheiten eingerichtet. Das
Bundesministerium für Inneres (BM.I) ist seit der Gründung der
Taskforce aktiv daran beteiligt. "Wir haben uns von Beginn an aktiv
in die Erstellung der Nationalen Aktionspläne zur Bekämpfung des
Menschenhandels eingebracht, auch in den aktuellen für die Jahre 2012
bis 2014, und wir bemühen uns um eine rasche Umsetzung", sagt
Mikl-Leitner. Das BM.I ist in allen vier Bereichen der Taskforce -
Prävention, Strafverfolgung, Opferschutz und internationale
Kooperation - aktiver Partner, auf direktem Weg mit den zuständigen
in- und ausländischen Behörden und über die Polizeiattachés des BM.I.
Das Innenressort beteiligt sich regelmäßig an
öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten, wie Sensibilisierungsmaßnahmen
der Bevölkerung, der Medien und der in Wien ansässigen diplomatischen
Vertretungen.
"Menschen- und insbesondere Frauenhandel sind kein regionales oder
nationales Phänomen. Deshalb müssen wir uns dieser Herausforderung
gemeinsam stellen - in der EU, in Österreich und besonders in unseren
Grenzregionen. Hier gilt es global zu denken und lokal zu handeln",
sagt die Innenministerin. Aus diesem Grund arbeiten die Beamtinnen
und Beamten des Innenressorts aktiv auf allen Ebenen - auch mit den
Herkunfts- und Transitstaaten von potenziellen Menschenhandelsopfern
- zusammen: Etwa mit internationalen Organisationen, EU
Institutionen, NGOs und Forschungseinrichtungen oder in gemeinsamen
Projekten mit UNODC und IOM, wie dem Projekt, das auf verbesserte
Partnerschaften und Netzwerke zwischen Nigeria und Europa abzielt.
Seit Juli 2012 gibt es ein gemeinsames Projekt mit IOM zur
Reintegration von Kindern und Jugendlichen in Moldau, die in
Österreich Opfer von Kinderhandel geworden sind. "Unser Ziel ist es
dabei, die Kinder bei der Rückkehr und Reintegration vor Ort in ihrer
Sprache und ihrer gewohnten Umgebung zu betreuen", erklärt
Mikl-Leitner. Kindern und Jugendlichen werden nach ihrer Rückkehr in
die Heimat Unterkünfte zur Verfügung gestellt, sie erhalten
psychologische und juristische Beratung und Unterstützung bei der
Ausbildung. "Menschenhändler sind grausame Verbrecher, denen es
einzig und allein um den finanziellen Profit geht, den sie aus ihrer
Ware schlagen. Hier sind wir gefordert zu handeln, um diese
Kriminellen hinter Schloss und Riegel zu bringen", betont
Mikl-Leitner.
Künftig soll das Thema Menschenhandel auch beim Forum Salzburg noch
stärker behandelt werden - etwa durch konkrete operative Maßnahmen im
Kampf gegen Menschenhandel mit den Forum-Salzburg-Partnern sowie den
Westbalkanländern, die die Ausgangsregion der Schlepper darstellen.
Es soll nun auch jährlich ein Workshop zu diesem Thema stattfinden.
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