• 18.10.2012, 11:55:36
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ELGA-Forum - Gesundheitsminister Stöger: Position der Patienten wird mit ELGA "massiv gestärkt"

Datenschutz bei ELGA auf höchstem Level - Änderung der Prozesskultur in Gesundheitseinrichtungen notwendig

Utl.: Datenschutz bei ELGA auf höchstem Level - Änderung der
Prozesskultur in Gesundheitseinrichtungen notwendig=

Wien (OTS/SK) - Gesundheitsminister Alois Stöger hat beim 4.
ELGA-Anwenderforum des Business Circle zum Thema "E-Health in
Österreich", das am Donnerstag und Freitag in Wien stattfindet,
betont, dass "Gesundwerdung heute nicht mehr nur in einzelnen
Institutionen wie einem Krankenhaus stattfindet, sondern
institutionenübergreifend". Stöger führte weiter aus, dass "die
Qualität des Gesundwerdungsprozesses in hohem Ausmaß davon abhängt,
wie diese Institutionen in der Lage sind, Informationen über ihre
Patienten zu vernetzen und weiterzugeben und wie sie sich gegenseitig
abstimmen". Dieses Aufeinanderabstimmen sei entscheidend für das
Ergebnis des Behandlungsprozesses. Wenn ein Gesundwerdungsprozess
nicht mehr von nur einer Einrichtung, wie z.B. dem Krankenhaus,
begleitet wird, müsse mit den anderen Einrichtungen abgestimmt
werden, was vorher und was nachher passiert. "Das setzt eine andere
Prozesskultur voraus und das ist die Herausforderung für unser
Gesundheitssystem", betonte Stöger. ELGA sei ein "Motor für den
kulturellen Veränderungsprozess, und ein Instrument, um Vernetzung
herzustellen". ****

ELGA sei kein Selbstzweck, sondern soll zur guten Behandlungsqualität
für Patientinnen und Patienten beitragen, so der Minister. "Die
zentrale Herausforderung ist die Änderung der Kultur in den
Einrichtungen des Gesundheitssystems", erläuterte Stöger. Darüber
hinaus sei es wichtig, den Sorgen der Menschen über Fragen des
Datenschutzes zu begegnen: "Wir sichern die Gesundheitsdaten der
Patienten auf höchstem Level und setzen mit ELGA eine neue Qualität
des Datenschutzes um. Die Patienten werden selbst Zugriff auf ihre
Daten haben und einsehen können, wer wann auf diese zugegriffen hat."
Damit werde die Position von Patientinnen und Patienten "massiv
gestärkt".

Zum österreichischen Gesundheitssystem im Allgemeinen betonte der
Minister, dass sich die Menschen erwarten, dass sie auf ein
staatliches, gemeinschaftliches Gesundheitswesen vertrauen können;
darauf sei das österreichische Gesundheitssystem auch ausgerichtet.
"Wir haben in der Krise erkannt, dass das Gesundheitswesen ein
stabilisierender Faktor für die Wirtschaft ist. Zehn Prozent der
Wertschöpfung kommen aus dem Gesundheitswesen, Arbeitsplätze wurden
ausgebaut, wir haben das Gesundheitssystem weiterentwickelt - das war
ganz bewusste Politik der österreichischen Bundesregierung und dabei
unterscheiden wir uns massiv von anderen europäischen Ländern." Auch
die Finanzierung der Krankenkassen wurde in den letzten Jahren
gesichert.

Die OECD habe Österreich bescheinigt, dass der Zugang aller Menschen
zu Gesundheitsleistungen sichergestellt ist. "Hier sind wir
Weltmarktführer", betonte der Gesundheitsminister. Österreich sei der
einzige Staat in Europa, in dem es ein Agreement zwischen
Sozialversicherung, Bund und Ländern gebe, sicherzustellen, dass sich
die Gesundheitsausgaben in dem Ausmaß weiterentwickeln, in dem sich
die Volkswirtschaft weiterentwickelt. Für Stöger eine "klare Position
für mehr Gesundheit. Wenn wir es schaffen, unser Gesundheitssystem
weiterzuentwickeln, bleiben wir an der Spitze". (Schluss) bj/sv

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