- 17.10.2012, 14:37:24
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Pilotprojekte - BMLVS: APA-Meldung zur heutigen PK unseriös und inhaltlich falsch
Profi-Miliz: 2000 Interessenten, 166 getestet, 128 davon haben bestanden - das ergibt Erfolgsquote von 77 %
Utl.: Profi-Miliz: 2000 Interessenten, 166 getestet, 128 davon haben
bestanden - das ergibt Erfolgsquote von 77 %=
Wien (OTS/BMLVS) - Der Inhalt der APA-Meldung 248 zur heutigen
Pressekonferenz von Verteidigungsminister Norbert Darabos enthält
Berechnungen, die jeglicher sachlichen Grundlage entbehren. Die
Austria Presse Agentur (APA) rechnet hoch, dass man für die
Rekrutierung von 9300 Profi-Miliz-Soldaten einen Zeitraum von 48
Jahren (!) und einen Pool von 145.000 Freiwilligenmeldungen brauchen
würde. Diese Berechnungen sind nicht nachvollziehbar und falsch. Fakt
ist, dass das Pilotprojekt "Freiwlligenmiliz" gezeigt hat, dass es
etwa 10 Mal so viele Interessenten gibt, wie das Bundesheer derzeit
Stellen für die Profi-Miliz zu vergeben hat.
Die Profi-Miliz soll bis Ende des Jahres mit 200 Personen besetzt
sein (90 % der beiden Kompanien befüllt). Von den bisher 2000
Interessenten wurden auf Grund des hohen Andranges bis dato erst 166
Personen der Auswahltestung unterzogen. Von diesen haben 128 (das
sind 77 %) die Testung positiv bestanden. Die von der APA angestellte
"Hochrechnung", dass man 145.000 Freiwilligenmeldungen für 9300
Profi-Miliz-Soldaten brauchen würde, orientiert sich somit an einer
falschen Messgröße. Darüber hinaus werden für die zwei
Profi-Miliz-Kompanien derzeit nur Milizsoldaten der Waffengattung
Pionier gesucht. Der Endausbau mit 9300 Profi-Miliz-Soldaten
beinhaltet alle Waffengattungen, was den Rekrutierungs-Pool deutlich
vergrößert. Das hat auch Michael Blaha, Oberstleutnant der Miliz, in
der heutigen Pressekonferenz so dargestellt.
Dass das Bundesheer 48 Jahre für die Rekrutierung von 9300
Profi-Miliz-Soldaten brauchen würde, ist eine skurrile Annahme.
Derzeit wird für ein Pilotprojekt rekrutiert, das einem klaren
Zeitplan folgt: bis Jahresende sollen 200 Personen rekrutiert werden
(das sind 90% der 230 zu vergebenen Gesamtplätze). Danach richtet
sich auch das Tempo der Auswahltestungen und die dafür bereit
gestellte Infrastruktur.
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