- 17.10.2012, 13:52:56
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Lichtenecker: Befürchtungen wurden bestätigt, SVA-Urbefragung entpuppt sich als Alibi-Aktion
Grüne fordern nun rasche Verbesserungen für EPU und KleinstunternehmerInnen
Utl.: Grüne fordern nun rasche Verbesserungen für EPU und
KleinstunternehmerInnen=
Wien (OTS) - "Die heutige Präsentation der 'Ergebnisse' der
SVA-Urbefragung bestätigt unsere Befürchtungen: Sie hat sich als
Alibi-Aktion entpuppt. Denn aufgrund der geringen Rücklaufquote ist
sie weder repräsentativ noch können aufgrund der Fragestellungen
qualitative Rückschlüsse gezogen", kritisiert die
Wirtschaftssprecherin der Grünen, Ruperta Lichtenecker.
"Es ist lächerlich und anmaßend zu glauben, mit dieser Befragung die
Sorgen und Bedürfnisse der Unternehmerinnen und Unternehmer auf Basis
eines einseitigen Fragebogens mit vier höchst tendenziösen
Suggestivfragen zu kennen. Denn nicht einmal die wichtige Frage nach
der Unternehmensgröße der Antwortenden kann auf Basis dieser Daten
beantwortet werden", kritisiert Lichtenecker.
Das wäre aber umso wichtiger gewesen, denn Fakt ist, dass sich immer
mehr EPU und KleinstunternehmerInnen im sozialen Netz, das ihnen die
SVA eigentlich bieten sollte, verfangen. So zeigen die Beantwortungen
von parlamentarische Anfragen die Lichtenecker an die Minister Rudolf
Hundstorfer und Alois Stöger gestellt hat, unter anderem, dass etwa
250.000 Selbständige - das sind etwa die Hälfte aller
UnternehmerInnen - 2011 ihre Sozialversicherungsbeiträge nicht
pünktlich bezahlen konnten und deshalb Verzugszinsen in Höhe von
insgesamt 31,8 Millionen Euro an die SVA entrichten mussten.
Lichtenecker: "Die Lösungsvorschläge liegen bereits lange auf dem
Tisch, dafür hätte es diese Alibi-PR-Aktion, die Zeit und Geld der
Versicherten verschlungen hat, nicht gebraucht." Lichtenecker
fordert, die Senkung der Mindestbeitragsgrundlage bei der
Krankenversicherung und die Streichung des Selbstbehaltes. Zudem
fordert sie rasch Verbesserungen im Bereich des Krankengeldes und
auch des Wochengeldes, damit Krankheit und Mutterschutz nicht zur
Armutsfalle werden.
"Schließlich und da sind sowohl die SVA als auch die
Regierungsparteien gefordert, muss es endlich eine ernsthafte
Diskussion über die Zusammenlegung und damit über die Vereinfachung
der Sozialversicherungen in Österreich geben. Denn eines ist klar:
Die Fragmentierung des Sozialversicherungssystems nach Berufsgruppen
ist ungerecht, intransparent und teuer. Es ist ein ineffizientes
Relikt der Vergangenheit, das den laufenden Veränderungen in der
heutigen Arbeitswelt nicht gerecht wird", so Lichtenecker.
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