- 17.10.2012, 13:23:31
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Klikovits zu Darabos-Pilotprojekten: Außer Spesen nichts gewesen
ÖVP-Wehrsprecher: Berechnungen des Ministers passen hinten und vorne nicht
Utl.: ÖVP-Wehrsprecher: Berechnungen des Ministers passen hinten und
vorne nicht=
Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Außer Spesen nichts gewesen" ist das Fazit von
ÖVP-Wehrsprecher Abg. Oswald Klikovits angesichts der Zwischenbilanz,
die Verteidigungsminister Darabos heute aus seinen Pilotprojekten
gezogen hat. "Dabei passen die Berechnungen des Ministers hinten und
vorne nicht", so Klikovits heute, Mittwoch.
Klikovits: "Darabos bejubelt zwar, dass sich so viele Personen für
die Profi-Miliz gemeldet haben. Er sagt aber nicht, woher diese
Interessenten kommen: nämlich aus der Wehrpflicht! Die Meldung zur
Profi-Miliz können nämlich nur Personen abgeben, die bereits zuvor
den Grundwehrdienst abgeleistet haben und sich weiter für die Miliz
verpflichten wollen. Das heißt, ohne Wehrpflicht gäbe es die
zweitausend Bewerber für dieses Pilotprojekt gar nicht. Ob das auch
funktionieren wird, wenn es keine Wehrpflicht mehr gibt, hängt aber
in Zukunft davon ab, wie viele Personen sich freiwillig zu einem
Berufsheer melden. Darüber gibt uns aber kein Pilotprojekt Auskunft!"
Zweites Beispiel: Das Jägerbataillon, das Darabos als Musterbeispiel
anführt, sollte nur mit Profis funktionieren. Allerdings wurden vor
kurzem dazu 100 Grundwehrdiener berufen - "Es geht also nicht ohne!",
stellte Klikovits fest.
Schließlich stimmt auch die Rechnung mit dem Ersatz von
Grundwehrdienern durch Zivilbedienstete nicht, führte Klikovits aus:
"Wenn die 100 Grundwehrdiener am Truppenübungsplatz Seetaler Alpe
Gesamtkosten von 600.000 Euro pro Jahr verursachen und durch 50
Zivilbedienstete ersetzt werden sollen, bekämen diese dann pro Monat
einen Hungerlohn von 1000 Euro. Dass sich für diese Summe jemand
findet, ist kaum vorstellbar, ein höherer Lohn hingegen wäre nicht
kostenneutral!"
Parallel zu den Pilotprojekten, die der Minister derzeit durchführen
lässt, setzt er aber bereits irreversible Maßnahmen Richtung
Berufsheer, ohne die Volksbefragung am 20. Jänner 2013 und damit den
Willen des Volkes abzuwarten. "Das halte ich für bedauerlich und
bedenklich", schloss der ÖVP-Wehrsprecher.
(Schluss)
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