- 17.10.2012, 12:59:16
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Zinggl zu Kulturbudget: Viel Schatten, wenig Licht
Grüne: Millionenerhöhungen für große staatliche Einrichtungen, mickrige Erhöhungen für die meisten Anderen
Utl.: Grüne: Millionenerhöhungen für große staatliche Einrichtungen,
mickrige Erhöhungen für die meisten Anderen=
Wien (OTS) - "Ein Grund zur Freude ist die Erhöhung der Mittel für
den Film auf 20 Millionen Euro. Wenig erfreulich ist die Erhöhung des
Budgets für die Bundestheater um 4,5 Millionen Euro. Im letzten Jahr
kam eine Studie des Ministeriums auf ein Einsparungspotential von 13
Millionen Euro bei den heimischen Bühnen. Doch anstatt die Mittel in
diesem Bereich zu senken, werden sie heuer erhöht", kritisiert der
Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl.
"Angesichts der Sparmaßnahmen, mit denen alle anderen Institutionen
kämpfen, ist diese Erhöhung ein völlig falsches Signal." Auch der
gigantische Zuschuss für die Sommerfestspiele Erl mit 2,5 Mill. Euro
ist für Zinggl ein falsches Zeichen.
Während Millionenbeträge für die großen staatlichen Einrichtungen und
die Festspiele in Erl freigemacht werden, muss sich alles andere an
Kunst und Kultur in Österreich mit einer mickrigen Erhöhung von
500.000 Euro zufrieden geben. Hier zeigt das Budget deutlich den
Kulturbegriff der Regierung.
Erstmals mussten Ministerien heuer festschreiben, welche Ziele sie
mit ihren Budgets verfolgen und woran sie ihre Erfolge messen werden.
"Das Ziel der Kulturministerin, eine 'stärkere Verankerung von Kunst
und Kultur in der Gesellschaft' ist an Plattheit kaum zu überbieten",
kritisiert Zinggl. Dies soll laut Ministerium im Wesentlichen mit der
Fortführung der bisherigen Förderpraxis erreicht werden.
Die dazu genannten Erfolgsindikatoren sind geradezu lächerlich und
verspotten mit Kriterien wie "Erhöhung der Anzahl der Zugriffe auf
den Newsletter des Ministeriums von 10.540 auf 11.000", die neue
Vorschreibung von Zielvorgaben geradezu.
"Viele Künstlerinnen und Künstler leben und arbeiten in Österreich
derzeit oft unter der Armutsgrenze. Dazu gibt allerdings weder
Maßnahmen noch Erfolgskriterien, " betont Zinggl.
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