- 16.10.2012, 17:41:17
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Nationalrat - Cap: Volksbefragung Bundesheer - es geht um die Zukunft junger Menschen
Wien (OTS/SK) - "Seit Monaten diskutieren wir über den Ausbau
direktdemokratischer Instrumente, jetzt gibt es die Möglichkeit mit
der Volksbefragung eines dieser Instrumente einzusetzen. Verbunden
mit der politischen Bindung, dass - wie auch immer die Befragung
ausgeht - das Ergebnis umgesetzt wird. Ich gehe davon aus, dass das
heute auch alle fünf Parteien begrüßen und beschließen", erklärte
SPÖ-Klubobmann Josef Cap in seiner Rede im Nationalrat zum Antrag der
Bundesregierung auf Durchführung einer Volksbefragung zum Bundesheer.
Er selbst, so betonte Cap, sei schon mindestens seit 10 Jahren für
ein Profiheer. "Es geht hier um das Schicksal von jungen Menschen und
ihre Zukunfts- und Lebensplanung sowie um die Sicherheit, den
Katastrophenschutz und den sozialen Dienst in Österreich." ****
Die Fragestellung sei eine ehrliche, denn es war in den Diskussionen
schon oft, dass manche gesagt haben, dass es das Bundesheer in der
Form nur mehr gebe, weil es den Zivildienst in der Form gebe. Es gab
eigentlich nie ein klares Konzept im Bundesheer, Sinnkrisen bei den
Unteroffizieren und im Offizierskorps. Daher ist auch die
Fragestellung richtig: "Profiheer und Sozialjahr oder Wehrpflicht und
Zivildienst." Mit dem Profiheer werde künftig der Sicherheitsaspekt
steigen, weil es professioneller und hochspezialisiert wird. Beim
Sozialjahr gebe es künftig eine gute Ausbildung und eine gute
Bezahlung.
Viele haben die Wehrplicht absolviert und haben, so Cap, gesagt, "das
waren verlorene Monate meines Lebens, davon hatte ich gar nichts, ich
musste Offiziere und Unteroffiziere bedienen können, ich konnte mich
im Installationswesen weiterbilden und bin als LKW-Fahrer
herumgefahren und war nur in einem Bruchteil der Kernaufgaben des
Bundesheeres eingesetzt."
Mit den kommenden geburtenschwachen Jahrgängen werde es auch im
Zivildienst schwierig werden. "Wenn es immer weniger Leute im
Zivildienst gibt, muss man vielleicht künftig wirklich 30 Minuten
warten - so wie die Innenministerin gesagt hat - bis im Notfall
jemand kommt." Dort wolle man nicht hin, deshalb brauche es eine
Professionalisierung. "Wir werden uns bei der Volksbefragung
einsetzen, dass wir das ändern können", so Cap. (Schluss) gd
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