- 16.10.2012, 10:37:21
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Opilio-Rossi-Medaille 2012 ging an Hans-Gert Pöttering und Anton Salesny
Gestern Abend Festakt zur Verleihung im Parlament
Utl.: Gestern Abend Festakt zur Verleihung im Parlament=
Wien (OTS/ÖVP-PK) - In einem feierlichen Festakt wurde gestern,
Montagabend, im Parlament die Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille 2012
verliehen. Zu diesem Festakt luden der ÖVP-Parlamentsklub und die
Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände Österreichs (AKV).
Preisträger sind heuer der ehemalige Präsident des Europäischen
Parlaments und Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Prof. Dr.
Hans-Gert Pöttering MEP, und der Europabeauftragte des Katholischen
Laienrates Österreichs und Internationalen Kolpingwerkes, Reg.Rat
Anton Salesny.
Die Begrüßung nahmen der Zweite Präsident des Nationalrats Fritz
Neugebauer und der Präsident der AKV DDr. Josef Zemanek vor.
Grußworte kamen dann von Seiner Exzellenz Diözesanbischof Dr. Alois
Schwarz. Die Laudatio hielt der Vizepräsident des Europäischen
Parlaments und Obmann des ÖVP-Europaklubs im Europaparlament, Mag.
Othmar Karas MEP. Für die Preisträger ergriff schließlich Dr.
Hans-Gert Pöttering das Wort.
Die AKV sieht sich in der Verantwortung des Laien für den Einfluss
des Christentums auf unsere Gesellschaft mit Kardinal Opilio Rossi
besonders verbunden. In Erinnerung an die große Bedeutung des vor
einigen Jahren verstorbenen Kirchenmannes wurde die
"Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille" geschaffen. Diese Auszeichnung wird
jedes Jahr an Laien vergeben, die herausragende Leistungen im Sinne
des wohlverstandenen Laienapostolats erbracht haben, nämlich die
Gestaltung der Gesellschaft aus christlicher Verantwortung. Immer
stärker werden ethisch relevante Entscheidungen auch in den Gremien
der EU und dem Europarat getroffen, mit Wirkung für alle
Gesellschaften der Mitgliedsländer. Es entspricht diesem
Europagedanken, dass heuer einem Österreicher und einem Angehörigen
eines befreundeten Staates gemeinsam die Auszeichnung verliehen wird.
In seiner Begrüßung kam der Zweite Nationalratspräsident Fritz
Neugebauer auf den Friedensnobelpreis für die EU zu sprechen. "Dieser
Preis würdigt mit Fug und Recht die erfolgreiche Friedensidee der
Union nach den verheerenden Weltkriegen des vorigen Jahrhunderts und
die hohe Verantwortung, die die EU mit dem Bau eines Hauses des
Friedens übernommen hat. Wir alle müssen in und für Europa täglich
weiter daran arbeiten - so wie es die beiden heute Ausgezeichneten
Pöttering und Salesny täglich tun", betonte Neugebauer.
Als "Quintessenz" des Friedensprojektes bezeichnete AKV-Präsident
Zemanek die Nächstenliebe. "Die Kardinal-Opilio-Rossi Medaille soll
ein Zeichen setzen, dass auch Laien diesen Auftrag beispielhaft
erfüllen und es als ihre Pflicht sehen, sich dafür einzusetzen, dass
alle Menschen ein erfülltes Leben führen können", versteht Zemanek
die Arbeit der AKV als Lobbying für christlich-soziale Werte.
Für Diözesanbischof Alois Schwarz stehen die beiden Preisträger für
christliche Werte, für Kirche und Glauben. "Sie treten als Zeugen in
einer Zeit des beschleunigten Wertewandels auf und helfen,
christliche Werte zu institutionalisieren. Diese christlichen Werte
schaffen die Globalisierung der Humanität", sprach Schwarz die
universelle Verantwortung für Menschenwürde und Menschenrechte an.
"In unserer Zeit glaubt man lieber den Zeugen als den Gelehrten.
Pöttering und Salesny sind Zeugen dafür, den Weg der
Mitmenschlichkeit zukunftssicher zu gehen."
Es gelte, eine Gesellschaft aus christlicher Verantwortung zu
gestalten, betonte Laudator Othmar Karas, Vizepräsident des
Europäischen Parlaments, in seiner Laudatio. Dazu brauche es auch die
Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und zu tragen und die
Herausforderungen unserer Tage gemeinsam zu lösen, wie es die beiden
Preisträger tun.
"Christliche Werte, Bürger, Demokratie, Parlamente, EU - das gehört
zusammen, um einen Beitrag für Frieden und Gerechtigkeit zu leisten",
sagte Karas weiter. In diesem Sinne sei der Friedensnobelpreis an die
EU nicht rückwärtsgewandt, sondern ein Auftrag, die Gründungsidee der
EU nicht zu verlassen. "Die Umsetzung dieser Idee braucht Menschen -
zwei davon ehren wir heute. Hätten wir die christlichen Laien nicht,
hätten wir keine Mehrheit für das Notwendige auf europäischer und
globaler Ebene", würdigte Karas die Bereitschaft der Ausgezeichneten
zu Engagement und Hingabe zum Friedensprojekt Europa.
Abschließend ergriff Dr. Hans-Gert Pöttering für die beiden
Preisträger das Wort, bedankte sich für die Verleihung und ging auch
auf das Friedensprojekt Europäische Union ein: "Gerade anhand der
internationalen Schuldenkrise zeigt sich jetzt, dass die EU mehr ist
als eine Wirtschafts- und Finanzunion. Ich bin gerade in diesem
Zusammenhang glücklich über den Friedensnobelpreis für die EU - denn
das zeigt, wie sich in der EU Friede in Freiheit, Demokratie und
Rechtsstaatlichkeit und die Prinzipien der Solidarität miteinander
verbinden", betonte Pöttering. "Heimat, Vaterland und die EU gehören
zusammen so wie die Verantwortung für die Welt. Die EU hat den
Auftrag, dass all jene, die nicht in Freiheit leben können und um
Menschenrechte kämpfen müssen, in uns Verbündete sehen. Unsere
Pflicht ist es, sich für Menschenrechte einzusetzen."
(Schluss)
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