• 15.10.2012, 18:07:05
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Neues Volksblatt: "Schwenk" von Markus EBERT

Ausgabe vom 16. Oktober 2012

Utl.: Ausgabe vom 16. Oktober 2012=

Linz (OTS) - "Werfen Sie nicht mit Dreck um sich, wenn Sie selber
tief im Schlamm stecken", empfahl ÖVP-LandwirtschaftssprecherJakob
Auer gestern bei der Nationalrats-Sondersitzung der Brösel-Fraktion
BZÖ unter Verweis auf orange Verstrickungen in die Telekom-Affäre.
Und völlig zu Recht konstatierte er, dass es bei der Sondersitzung
weniger um Aufklärung - im Zentrum stand die Inseratenvergabe im
Landwirtschaftsministerium von Nikolaus Berlakovich - als um
politische Show ging. Denn, daran kommt auch die Opposition nicht
vorbei: Berlakovich war im U-Ausschuss vor wenigen Tagen ohnehin Rede
und Antwort gestanden, an der Sachlage hat sich seither nichts
geändert.
Doch mit Fakten nimmt man es nicht so genau, zumindest nicht, wenn
man Peter Pilz heißt, der sich gestern mit einem alten
Firmenbuchauszug blamierte. Und dass Pilz immer wieder verbal
entgleisen darf, wirft auch ein bezeichnendes Licht auf die grüne
Führungsspitze.
Solange jedenfalls ein U-Ausschuss die Bühne für politische
Verleumdung ist und solange dort mit der Unschuldsvermutung Schlitten
gefahren wird, ist er ein ungeeignetes Instrument für die
Feststellung politischer Verantwortung. Die Aufklärung fragwürdiger
Vorgänge wirkt nur glaubwürdig, wenn endlich auf das
Dreckbatzerlwerfen verzichtet wird. Das Image der Politik als Ganzes
würde einen solchen Schwenk dringend benötigen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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