- 15.10.2012, 08:03:49
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FH-Lehrgang für Wirtschaftskriminalisten
Wien (OTS) - Die Fachhochschule Wr. Neustadt startet erstmals am 18.
Oktober 2012 den FH-Lehrgang "Wirtschaftskriminalität & Cybercrime".
Etwa die Hälfte der 30 Teilnehmer sind Polizisten, großteils
Ermittler aus Kriminalämtern; der Rest sind Ermittler aus dem
Finanzministerium und Angestellte privater Unternehmen, vorwiegend
aus "Compliancebereichen". Der FH-Lehrgang soll dazu befähigen, IT-
und Wirtschaftsermittlungen zu führen und an Großverfahren an
vorderster Front mitzuwirken. Die Absolventen sollen wissen, wie
Unternehmen arbeiten, wie die Zusammenhänge in der Wirtschaft
funktionieren und wie Finanzflüsse verlaufen.
"Mit diesem FH-Lehrgang verfolgen wir zwei Ziele", sagt
Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner. "Erstens wollen wir
unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ermittlungsbereich
Wirtschaftskriminalität und Cybercrime auf hohem Niveau ausbilden.
Zweitens wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Justiz,
Finanz und den Unternehmen verstärken. Das geht am besten, wenn man
sich persönlich kennt."
Die Geschäftsführerin der FH Wr. Neustadt, Mag.a Susanne Scharnhorst,
sagt: "Dieser Lehrgang ist eine wichtige Erweiterung unseres
Bildungsangebotes in der Fakultät Sicherheit. Hier verbinden sich
Know-how aus den Themengebieten Sicherheit und Wirtschaft, einer der
Kernkompetenzen an der FH Wr. Neustadt. Die jahrelange Kooperation
zwischen dem Innenministerium und der FH Wr. Neustadt läuft höchst
professionell und produktiv."
Deutliche Qualitätsaufwertung
In den eineinhalb Jahren wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern
Wissen in Recht, Wirtschaft, IT und Technik sowie operativem Handeln
vermittelt. "Diese Fortbildung wird eine deutliche
Qualitätsaufwertung in den Ermittlungsbereichen IT- und
Wirtschaftskriminalität bringen", sagt Mag. Rudolf Unterköfler,
Leiter der Abteilung 7 im Bundeskriminalamt zur Bekämpfung der
Wirtschaftskriminalität. "Die Ermittler können in diesem FH-Lehrgang
ihr Wissen ausbauen, das sie durch Erfahrung gesammelt und in anderen
Kursen und Lehrgängen erworben haben."
Entwickelt wurde der FH-Lehrgang auf Initiative der
Sicherheitsakademie des Innenministeriums mit Bediensteten des
Justiz- und Finanzministeriums sowie mit Experten aus Wirtschaft und
Wissenschaft. "Wir wollen mit dem FH-Lehrgang Praktikerinnen und
Praktiker ansprechen", erläutert Karlheinz Dudek, M. A., Leiter des
Zentrums für Fortbildung in der Sicherheitsakademie des
Innenministeriums. Unter den Teilnehmern sind erfahrene Polizisten,
die bereits "Großakten" geführt und in Sonderkommissionen
mitgearbeitet haben.
130 Bewerber
Ausgeschrieben wurde der FH-Lehrgang im Sommer; aus dem Innenressort
bewarben sich fast 70 Kriminalisten; ähnlich groß war das Interesse
im Finanzministerium bei den dortigen Ermittlern. Inklusive Privater
gab es 130 Bewerber. Der Unterricht wird teils in der Arbeitszeit,
teils an Wochenenden abgehalten. "Daran lässt sich erkennen, wie
engagiert unsere Beamtinnen und Beamten sind", sagt Karlheinz Dudek.
Den Absolventen wird der akademische Grad "Master of Science in
Business and Cyber Crime Control" verliehen
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