• 14.10.2012, 09:18:35
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Fritz Strobl fordert Solidarität mit Selbstständigen

SWV-Wien: Stopp der Diskriminierung von Kleinstunternehmen

Utl.: SWV-Wien: Stopp der Diskriminierung von Kleinstunternehmen=

Wien (OTS) - SWV-Wien-Präsident Fritz Strobl freut sich über die
Zustimmung zum SWV-Antrag am SPÖ-Bundesparteitag zum Kampf für die
Rechte von Eine-Person-Unternehmen, Klein- und Kleinstbetrieben sowie
Neuen Selbstständigen und fordert Solidarität für Selbstständige.
"Der massive Trend zur Selbstständigkeit ist unbestritten und wird in
Zukunft weiterhin zunehmen. Umso wichtiger ist es, jenen Menschen,
die frei und initiativ in unserer Wirtschaftswelt wirken wollen, ein
entsprechendes Maß an Sicherheit und Unterstützung einzuräumen",
erklärt Fritz Strobl.

Die Sozialdemokratische Bewegung ist seit ihrem Entstehen die
Partei der arbeitenden Menschen und kämpft seitdem für die
Verbesserung ihrer sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Stellung. Die Gesellschaft hat einen tiefgreifenden Wandel - von
Produktionsarbeit hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft -
erfahren, der erhebliche Veränderungen zur Folge hat: Einerseits
werden immer mehr Menschen in die Selbstständigkeit gedrängt,
andererseits wächst die Gruppe jener Menschen, die frei und initiativ
in unserer Wirtschaftswelt wirken möchten. Rund 450.000 Menschen
arbeiten als Selbstständige, davon sind 240.000 (=54%)
Eine-Person-Unternehmen in Österreich und 60.000 (=60%)
Eine-Person-Unternehmen in Wien. "Schon lange stellen
Eine-Person-Unternehmen keine Minderheit mehr dar. Umso essentieller
ist es, diesen Personen eine starke Interessensvertretung zu sein und
eine politische Heimat zu bieten", fordert Fritz Strobl. "Wir - der
Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Wien - sind die Stimme der
Selbstständigen!"

Wahre Lebensrealität vieler Eine-Person-Unternehmen ist
traurig

Die wahre Lebensrealität der Eine-Person-Unternehmen ist traurig:
Viele wurden in die Selbstständigkeit gedrängt. Fast die Hälfte der
Selbstständigen erzielt einen Jahresumsatz von unter 30.000 Euro.
Laut Armutskonferenz ist die Armutsgefährdungsquote bei
Selbstständigen doppelt so hoch wie bei unselbstständig
Beschäftigten. Selbstständige machen 19% aller "working poor" aus und
viele leben am oder unter dem Existenzminimum. Darüber hinaus
genießen sie keinerlei Sicherheit bei Krankheit oder im Fall eines
Unfalls. "Ein Eine-Person-Unternehmen, das aufgrund längerer
Krankheit nicht im Stande ist, Aufträge entgegen zu nehmen oder zu
bearbeiten, steht ohne entsprechende Absicherung vor dem
existentiellen Aus", betont Fritz Strobl, der seit Jahren unter
anderem die Einführung des Krankengeldes für Selbstständige fordert.

SWV-Wien Strobl fordert soziale Absicherung für Selbstständige

Fritz Strobl: "Seit Jahren kämpfe ich für das Krankengeld für
Selbstständige. Der von Gesundheitsminister Alois Stöger eingebrachte
Gesetzesentwurf zum Krankengeld für Selbstständige ist ein
historischer Vorstoß und ein Schritt in die richtige Richtung.
Dennoch halte ich den Entwurf für absolut unzureichend. Die Zahlung
des Krankengeldes ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit ist fern
jeder Realität. Vor allem Eine-Person-Unternehmen benötigen dringend
das Krankengeld, größere Unternehmen sind flexibler."

SWV fordert Krankengeld für EPU ab dem ersten Tag

Gerade am Beispiel des Krankengeldes erkennt man den Unterschied
zwischen ÖVP-Wirtschaftsbund und Sozialdemokratischem
Wirtschaftsverband. Der SWV setzt sich dafür ein, dass jene
Selbstständigen, die es besonders brauchen - also vor allem EPU - in
den Genuss einer sozialen Absicherung kommen: EPU brauchen das
Krankengeld ab dem ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit! Sonst müssen
sie ihren Betrieb schließen.
Der ÖVP-Wirtschaftsbund feiert hingegen ein Verhandlungsergebnis, in
dem es erst ab dem 43. Tag Krankengeld für EPU gibt. Der
Wirtschaftsbund vertritt hier offensichtlich andere Interessen - aber
ganz sicher nicht jene der 240.000 Eine-Person-Unternehmen in
Österreich. "Umso lauter wird sich der SWV Wien auch weiterhin als
die Stimme der Selbstständigen für die Beseitigung von
Diskriminierung und für Gerechtigkeit zu Wort melden!"

"Als ob die Ungerechtigkeiten nicht schon genug wären, werden
Selbstständige zusätzlich bei jedem Arztbesuch mit einem 20%-SVA
Selbstbehalt bestraft. Ein Eine-Person-Unternehmen ist somit
gezwungen, sich genau zu überlegen, ob der Arztbesuch überhaupt
leistbar ist", kommentiert Fritz Strobl, der von einer
"Diskriminierung der Selbstständigen" spricht.

Fritz Strobl abschließend: "Eine-Person-Unternehmen sind die neue
Klientel der Sozialdemokratie. Ich fordere Solidarität mit unseren
selbstständigen Arbeiterinnen und Arbeitern!"

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WVW

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