• 12.10.2012, 09:13:08
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Nationalfeiertag - Staatsspitze gedenkt der im Einsatz verstorbenen Bundesheer-Soldaten

Fahrplan zur Neugestaltung der Krypta steht

Utl.: Fahrplan zur Neugestaltung der Krypta steht=

Wien (OTS/BMLVS) - Der Nationalfeiertag 2012 markiert eine Zäsur in
der Gedächtniskultur der 2. Republik. Auf Initiative von
Verteidigungsminister Norbert Darabos wird die Staatspitze am 26.
Oktober erstmals der im Einsatz verunglückten, verstorbenen und
gefallenen Soldaten des 1955 gegründeten Österreichischen
Bundesheeres gedenken. Bundespräsident und Verteidigungsminister
sowie Bundesregierung werden die Kränze nicht wie bisher am Fuße des
Frass-Denkmals niederlegen sondern bei der in der Krypta angebrachten
Gedenktafel für die im Einsatz verstorbenen Bundesheer-Soldaten. "Die
Kränze werden bewusst nicht mehr bei der Skulptur des
Nazi-Sympathisanten Frass niedergelegt. Der Nationalfeiertag wird mit
den Leistungen aber auch mit dem Andenken an die im Dienst
verstorbenen Soldaten unseres Bundesheeres verknüpft und damit ein
zeitgemäßes Gedenken initiiert", erklärt Darabos. Im Weiheraum werden
Bundespräsident und Bundesregierung den Opfern des
Nationalsozialismus gedenken. Der Opfer des Ersten und Zweiten
Weltkrieges gedenkt das Österreichische Bundesheer zu Allerseelen.

"Das Verteidigungsministerium hat in den vergangenen Monaten bereits
wichtige Schritte zur Überarbeitung der formalen und inhaltlichen
Gestaltung von Krypta und Weiheraum am Heldenplatz veranlasst und
somit die Voraussetzungen für die weitere Gestaltung des Denkmals
geschaffen," so Generalleutnant Christian Segur-Cabanac. Die bisher
in der Krypta aufgelegenen Totenbücher wurden an das Schwarze Kreuz
zur Übermittlung an das Staatsarchiv übergeben. Kränze und
Kranzschleifen wurden entfernt. Und in Zusammenarbeit mit der
Burghauptmannschaft wurde das Frass-Denkmal "Gefallener Krieger"
untersucht, gehoben und eine Kapsel mit Botschaften der Bildhauer
Frass und Riedel entdeckt, geborgen und Wissenschaftern zur Prüfung
übergeben.

Für die Neugestaltung der Krypta hat das Projektteam unter der
Leitung von Univ. Prof. Dr. Binder (Universität Graz) und Univ. Doz.
Dr. Heidemarie Uhl (Akademie der Wissenschaften) nun einen konkreten
Fahrplan vorgelegt. Seit Oktober arbeitet das Team an den Leitlinien
für die Neugestaltung des österreichischen Heldendenkmals. Ein
international besetzter wissenschaftlicher Beirat wird diese
Vorbereitungen begleiten. "Wichtig für die Neugestaltung ist ein
breiter Diskurs über zeitgemäße Gedächtniskultur. Nationale und
internationale Wissenschafter und Künstler werden eingeladen, sich
einzubringen", so Uhl, die auch begleitend das Forschungsprojekt
"Krypta und Weiheraum" betreut. Im August 2013 wird ein
Künstlerwettbewerb durchgeführt, bei dem eine Fachjury die
Neugestaltung festlegen wird. Ab März 2014 soll das Siegerprojekt am
Heldenplatz realisiert werden.

Fotos auf www.bundesheer.at

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