- 11.10.2012, 13:27:34
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Obsorge: Psychologen begrüßen Entscheidungen im Sinne des Kindeswohls
Familienrichter psychologisch schulen
Utl.: Familienrichter psychologisch schulen=
Wien (OTS) - Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und
Psychologen begrüßt die Reform der Obsorge, insbesondere die Absicht,
dass in Zukunft das Kindeswohl für Entscheidungen ausschlaggebend
ist. Damit der neue Weg der Obsorge auch in der Praxis funktionieren
kann, fordert der BÖP die Schulung der Familienrichter und eine
Qualitätssicherung der Gutachten aller eingebundenen Berufsgruppen.
Bei Scheidungen soll künftig das Gericht die Möglichkeit haben,
auch gegen den Willen des Obsorgeberechtigten über eine gemeinsame
Obsorge zu entscheiden, so einer der Punkte des neuen Familienrechts.
Kinder müssen weiterhin vor Übergriffen und Gewalt geschützt
werden. Es ist Aufgabe der familienpsychologischen Gutachter, im
Einzelfall auf eine mögliche Gefährdung des Kindes hinzuweisen. Im
Zweifelsfall sollten vermehrt Zweit- und Obergutachten eingeholt
werden. Der BÖP wird als Qualitätssicherung für psychologische
Gutachten eine Kommission einsetzen.
Auch sollten vermehrt psychologische MediatorInnen eingesetzt
werden, die bereits jetzt in der Konfliktregelung im Falle, dass
sich die Eltern trennen, tätig sind.
"Familienrichter, denen künftig auch die Rolle eines Casemanagers
zukommen soll, müssen von PsychologInnen in Konfliktmanagement
geschult werden", so Ulla Konrad, Präsidentin des
Psychologenverbandes.
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