• 11.10.2012, 09:42:55
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Klassische Sparprodukte behaupten ihre Stellung als sicherer Hafen

Bank Austria Anlagebarometer zum Weltspartag:

Utl.: Bank Austria Anlagebarometer zum Weltspartag:=

Wien (OTS) - Das aktuelle Anlagebarometer der Bank Austria zum
Weltspartag zeigt erstaunliche Entwicklungen und Strategien der
Anlegerinnen und Anleger auf die aktuell schwierigen
Rahmenbedingungen. Trotz generell rückläufiger Sparquote und
historisch niedrigen Zinsniveaus sind klassische Sparprodukte
(Sparbuch, Bausparen) die einzigen Spar- und Anlageformen, die in der
Gunst der Anleger zulegen können. Der Trend geht klar in Richtung
kurzfristiger Veranlagungen: Den Menschen ist es wichtig, ihr Geld
für ein geändertes Anlageumfeld verfügbar zu haben. 54 Prozent der
Befragten sparen weniger als 100 Euro, 7 Prozent mehr als 500 Euro
pro Monat. Der Weltspartag ist für 1,2 Millionen Menschen in
Österreich ein fixer Ankerpunkt in wirtschaftlich turbulenten Zeiten
- sie planen einen Besuch ihrer Bank sicher ein.

Traditionelle Beweggründe und Motive, um zu sparen oder zu
veranlagen, sind durchwegs rückläufig. 62 Prozent der Befragten geben
an, sie können heute weniger sparen als in der Vergangenheit.
Trotzdem sind klassische Sparprodukte wie Sparbuch, Bausparen und
Online-Sparkonten mit 77 Prozent (2011: 75 Prozent) die einzigen
Anlageformen, die in der Gunst der Anleger zulegen können.
Lebensversicherungen mit 43 Prozent (2011: 52 Prozent), Immobilien
mit 47 Prozent (2011: 50 Prozent), staatlich geförderte
Zukunftsvorsorge mit 36 Prozent (2011: 45 Prozent), Gold, Silber
Wertgegenstände und Antiquitäten mit 27 Prozent (2011: 32 Prozent)
müssen dagegen durchwegs Verluste verbuchen.

Klassische Sparprodukte sind alternativlos

"Klassische Sparprodukte überzeugen die Anlegerinnen und Anleger
trotz gegenwärtig niedriger Zinsen durch ihre einfache
Verständlichkeit (90 Prozent Zustimmung) und den Vorteil der
Einlagensicherung (72 Prozent Zustimmung)", sagt Rainer Hauser, Bank
Austria Vorstand für Privatkunden, Klein- und Mittelbetriebe. "Die
Unwägbarkeiten der Finanzmärkte und die negativen Aussichten auf die
eigene Sparkraft wirken sich einerseits auf längerfristige
Veranlagungen nachteilig aus, andererseits bieten sonstige
Veranlagungsmöglichkeiten durch ihr höheres Risiko und eine längere
Bindungsdauer nur bedingt Alternativen. Diesen Trend können wir in
der Bank Austria auch durch das mit rund 18 Milliarden Euro konstant
bleibende Volumen an Spareinlagen ablesen."

Die Motivationen zu sparen sind durchwegs rückläufig, der Trend
aus 2011, der eine wachsende Sparneigung in Richtung Konsumgüter
zeigte, ist 2012 bereits wieder überholt. Den Spitzenplatz der
Sparmotive nimmt mit 57 Prozent nach wie vor die Vorsorge für
Notfälle ein, allerdings mit einem Rückgang von 17 Prozent im
Vergleich zu 2011, 12 Prozent Rückgang zeigt das Motiv Eigenvorsorge
für das Alter (50 Prozent), 18 Prozent Rückgang das Motiv "Ferien"
(von 47 auf 29 Prozent) und 13 Prozent Rückgang gibt es bei der
Motivation, für Renovierungen oder Wohnungsausstattung zu sparen
(aktuell 33 bzw. 30 Prozent). Auch die Sparmotivation für Autokauf
mit 27 Prozent (2011: 33 Prozent) oder den Kauf von Immobilien mit 15
Prozent (2011: 22 Prozent) ist 2012 weniger stark ausgeprägt als
2011.

Anlageentscheidungen in niedrigem Zinsumfeld

57 Prozent der Befragten vertrauen bei der Anlage auf ihre
Hausbank, 27 Prozent geben an, die Angebote und Zinssätze auf dem
Markt genauer zu beobachten, 40 Prozent meinen, sie sparen nun
weniger als früher und geben das Geld lieber aus. 62 Prozent sparen
heute weniger als vor drei Jahren (2011: 49 Prozent): Die
Einschätzung der eigenen Spartätigkeit wird damit deutlich geringer
eingeschätzt als zuletzt. Auch der Ausblick in die nähere Zukunft
lässt eine Fortschreibung dieses Trends erwarten.

Martin Gölles, Leiter der Bank Austria Marktforschung meint: "Eher
zuversichtlich sind Junge bis 29 Jahre und Personen mit höherem
Einkommen, getrübte Aussichten sind eher bei den über 60-Jährigen und
niedrigen Einkommensbeziehern festzustellen. Die Sparklassiker
behalten ihre Vormachtstellung, denn neben langfristigen
Veranlagungen verzeichnen auch Grundbesitz, Immobilien sowie
Edelmetalle und Wertgegenstände Rückgänge gegenüber dem Vorjahr. Das
dürfte vor allem an den sinkenden Renditeerwartungen aufgrund des
aktuell hohen Preisniveaus liegen."

Weltspartag bleibt Fixpunkt für 1,2 Millionen Menschen in
Österreich

1,2 Millionen Menschen (2011: 1,1 Mio.) wollen ihrer Bank zum
Weltspartag fix einen Besuch abstatten, rund 400.000 weitere nehmen
sich zumindest vor, am 31. Oktober in die Bank zu gehen. Der Besuch
hat Tradition, begleitet werden die Kinder und auch die Geschenke
dienen nach wie vor als Anreiz. Für knapp 15 Prozent ist der
Weltspartag eine gute Gelegenheit, Erspartes auf die Bank zu bringen.
Bank Austria Vorstand Rainer Hauser: "Das Sparbuch als sicherste und
einfachste Anlageform bleibt weiterhin alternativlos - trotz
niedriger Zinsen. Sparen mit kurzer Bindung wird von den Menschen im
gegenwärtigen Umfeld auch als sichere Überbrückung gesehen, um das
Geld später wieder neu veranlagen zu können."

Das Bank Austria Anlagebarometer wurde von Spectra Marktforschung
im Zeitraum 20. bis 24. September 2012 unter 500 Männern und Frauen
ab 15 Jahren mittels computerunterstützten Telefoninterviews
durchgeführt.

Die Präsentation des Bank Austria Anlagebarometers können Sie auch
unter dem Link
http://www.bankaustria.at/sub/open.html#/sub/23945.html kostenlos
downloaden.

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