Mautz: Modernes Familienrecht geht auf die Bedürfnisse der Menschen ein

Bei der Obsorge steht Kindeswohl im Zentrum

Wien (OTS/SK) - "Immer mehr Menschen wollen ihr Familienleben individuell gestalten und lassen sich nicht von starren Rollenbildern leiten. Daher begrüße ich die heutige Einigung zu einem modernen Familienrecht, die Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in Zusammenarbeit mit Justizministerin Beatrix Karl erzielt hat", sagte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek ist es gelungen, eine Automatik bei der Obsorge zu verhindern", so Mautz. Das Kindeswohl steht beim Gesetzesentwurf im Mittelpunkt, ein Punkt, auf dem wir immer beharrt haben. Neu ist auch, dass die Obsorge beider Elternteile in Zukunft auch bei unverheirateten Paaren vor dem Standesamt geregelt werden kann. Damit können Eltern lediger Kinder leichter freiwillig die gemeinsame Obsorge vereinbaren", so Mautz.

In Zukunft gibt es für jeden Elternteil - auch für ledige - ein Antragsrecht auf die Obsorge. In strittigen Fällen ist die "Phase der elterlichen Verantwortung" vorgesehen. 6 Monate soll allerdings die Obsorgeregelung so bleiben, wie sie bis zur Antragsstellung war. "Es ist wichtig, klare Verhältnisse zu schaffen. Bei einvernehmlichen Scheidungen sollen bei der Trennung bereits Vereinbarungen für das Besuchs- und Kontaktrecht getroffen werden. Wenn Eltern streiten, muss in erster Linie geschaut werden, was für das Kind gut ist", so Mautz. "Denn der Streit der Eltern darf nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden".

Weiters konnten wichtige Schritte in Richtung einer Modernisierung des Familienrechts gesetzt werden. So sind etwa Doppelnamen in Zukunft sowohl für EhepartnerInnen als auch für die Kinder möglich. Der Entwurf sieht auch eine Stärkung der Rechte von "Patchworkfamilien" und "Regenbogenfamilien" vor. "Wir müssen das Familienrecht an die Bedürfnisse der Menschen in diesem Land und die geänderten gesellschaftlichen Bedingungen anpassen", so Mautz abschließend. (Schluss) up/mp

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