- 10.10.2012, 10:38:57
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Keuschnigg: Verstädterung ist auch in Österreich auf dem Vormarsch
Bundesratspräsident eröffnet die Bundesrats-Enquete "Zukunft Land: Trends, Herausforderungen und Lösungen"
Utl.: Bundesratspräsident eröffnet die Bundesrats-Enquete "Zukunft
Land: Trends, Herausforderungen und Lösungen"=
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die heutige Enquete des Österreichischen
Bundesrates soll auf eine Entwicklung hinweisen, die uns in den
nächsten Jahren und Jahrzehnten intensiv beschäftigen wird: die
Verstädterung ist ein globales Phänomen, das auch in Österreich an
harten Zahlen ablesbar ist. Das erklärte der Präsident des
Bundesrates und ÖVP-Mandatar Georg Keuschnigg heute, Mittwoch, zu
Beginn der Enquete "Zukunft Land: Trends, Herausforderungen und
Lösungen", die mit großer politischer Beteiligung im Parlament
stattfindet.
"Wir können in Österreich auf vitale, blühende, ländliche Regionen
verweisen - das ist das Verdienst einer seit Jahrzehnten betriebenen
Politik für die ländlichen Räume. In vielen Ländern rund um uns ist
dem nicht mehr so, und auch wir sind gut beraten, die Entwicklungen
zu beobachten, zu analysieren und vor allem zu handeln", sagte
Keuschnigg, der die heutige Veranstaltung initiiert hatte.
Von 107 politischen Bezirken wird etwa ein Drittel in den nächsten 25
Jahren zehn Prozent und mehr an Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter
verlieren, während die großen Ballungsräume Wien, Linz, Graz und
wenige andere entsprechend wachsen. Die aktuellen Zahlen der
Statistik Austria bestätigen diesen Trend.
"Der Österreichische Bundesrat versteht sich als die starke Stimme
der Regionen. Angesichts der beschriebenen Entwicklung stellen sich
viele Fragen", führte Keuschnigg an:
Wie kann es gelingen, in den Regionen
- Arbeitsplätze, und vor allem qualifizierte Arbeitsplätze zu
schaffen und zu sichern?
- Wie sind die Angebote der Daseinsvorsorge von der Kinderbetreuung
bis zur Pflege zu organisieren?
- Wie ist der öffentliche Nahverkehr in den peripheren Regionen zu
gestalten?
- Wie kann die Wissensgesellschaft in der Peripherie Einzug halten?
- Wie bringen wir das schnelle Internet bis zum letzten Bauernhof?
Dies sei auch in der heutigen Enquete zu diskutieren, betonte
Keuschnigg. "Die zentrale Botschaft, die heute von hier ausgehen
soll, lautet: Wie können wir vergleichbare Lebensbedingungen für alle
Bürgerinnen und Bürger sicherstellen, unabhängig davon, wo sie wohnen
und arbeiten?"
Keuschnigg persönlich glaubt und hofft, "dass dieses Ziel in unserer
Gesellschaft auf Konsens stößt. Die heutige Enquete soll einen
Beitrag zur Vertiefung dieser Fragestellungen leisten. Wir haben in
Österreich blühende ländliche Regionen, und wir arbeiten daran, dass
dem auch in Zukunft so ist."
Auf der Referentenliste finden sich neben vielen anderen
Bundesminister Niki Berlakovich, Bauernbundpräsident Jakob Auer,
Staatssekretär Josef Ostermayer und Gemeindebundpräsident Mödlhammer.
Im Publikum begrüßte Keuschnigg unter den vielen Anwesenden
ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf, Landtagspräsidentin Bernadette Mennel,
ÖVP-Bundesratsfraktionsobmann Gottfried Kneifel und EU-Kommissar a.D.
Franz Fischler.
(Schluss)
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