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WORLD SIGHT DAY 2012/TAG DES SEHENS 11. OKTOBER 2012
QUALITATIV HOCHWERTIGE VERSORGUNG DURCH OPTOMETRISTEN ENTLASTET DAS GESUNDHEITSWESEN
Utl.: QUALITATIV HOCHWERTIGE VERSORGUNG DURCH OPTOMETRISTEN
ENTLASTET DAS GESUNDHEITSWESEN=
Wien (OTS) - Die demografische Entwicklung der Bevölkerung und
notwendige Sparmaßnahmen im österreichischen Gesundheitswesen stehen
vor einer zu bewältigenden Herausforderung. Korrektionsfehler und
Augenkrankheiten nehmen altersbedingt stark zu, die Ansprüche an eine
hohe Lebensqualität steigen. Leistungskürzungen laufen Gefahr, das
System Gesundheitswesen ins Wanken zu bringen.
Kostenreduktion durch vorhandene Kernkompetenzen
Für gutes Sehen bedienen die Kernkompetenzen der Optometrie sowohl
die Erfordernisse einer guten Erstversorgung als auch einer guten
Nachsorge für die Sehkraft. Darüber hinaus tragen sie zu einer
erheblichen Kostenreduktion im Gesundheitswesen bei. Fakt ist,
Augenoptiker und Optometristen sind zu ca. 70 Prozent die erste
Anlaufstelle rund um unser wichtigstes Sinnesorgan, das Auge. Neben
dem Bereitstellen von Sehbehelfen verschiedenster Art decken sie auch
krankhafte Systemveränderungen auf. Bei Verdacht erfolgt eine
sofortige Überweisung zur medizinisch diagnostischen Abklärung und
Therapie.
Das Ausbildungsdilemma und Signal langer Wartezeiten
Diese Vorgangsweise ist kosteneffizient, von kurzen Wartezeiten
geprägt und bewährt sich bestens, wie eine jüngst veröffentlichte
Studie des Institutes für Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft
(IBES) der Universität Duisburg-Essen zeigt. Im Auftrag des European
Council of Optometry and Optics (ECOO) wurde die Erstversorgung für
gutes Sehen im Rahmen einer gesundheitsökonomischen
Vergleichs-Analyse zwischen Großbritannien/Nordirland, Frankreich und
Deutschland untersucht. In Großbritannien/Nordirland ist diese
Hauptaufgabe der Optometrie und streng einheitlich geregelt. Eine
qualitativ hochwertige akademische Ausbildung und höhere
Wertschätzung der Disziplin garantiert die Fachkompetenz. Der Titel
"Optometrist" als Gesundheitsberuf ist rechtlich geschützt und
anerkannt. Im Hinblick auf Verbraucherschutz und Qualität erbrachter
Leistungen wurden im Ländervergleich keine signifikanten Unterschiede
festgestellt. Das zeigt ein Hauptergebnis der Studie.
Im deutschsprachigen Raum sprechen wir von einer heterogenen
Situation, die sowohl durch graduierte Optometristen als auch durch
Augenärzte abgedeckt ist. Die zweite Haupterkenntnis aus der Studie
macht deutlich, dass die Ausbildung eines Augenarztes in etwa 3-mal
teurer ist als die Ausbildung eines Optometristen. Zudem ist die
Ausbildungszeit doppelt so lang. Hier zeigt sich bereits heute die
Gefahr des Versorgungsengpasses.
Vorhandenes Potential nutzen
Monatelange Wartezeiten deuten mahnend auf das Problem hin, betont
Fachgruppenobmann Anton Koller im Hinblick auf die Studie. Unter
Berücksichtigung der Erkenntnisse und dem drastisch steigenden Bedarf
liegt die Lösung, betriebswirtschaftlich und zeiteffektiv betrachtet,
bei der Förderung akademisch ausgebildeter Optometristen. Auch die
Notwendigkeit ärztlicher Nachsorgeuntersuchungen, sofern diese die
Überprüfung der Sehkraft betreffen und kein medizinischer Befund
vorliegt, gilt es bezüglich einer zu erwartenden Kostenexplosion zu
hinterfragen. Vorbilder angelsächsischer und skandinavischer Länder
zeigen, dass sinnvolle Prävention und Nachsorgeuntersuchungen durch
gegenseitige Anerkennung und Kooperation der Gesundheitsberufe
wirkungsvoll umgesetzt werden können. Nur so entgegnen wir dem
bereits prognostizierten Versorgungsengpass und gewährleisten
zugleich eine hohe qualitative und angemessen Kosten einsparende
Leistungserbringung.
Die vollständige Studie steht unter diesem Link zur Verfügung:
http://www.ots.at/redirect/studie3
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