• 08.10.2012, 14:54:01
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Cyberattacken als Herausforderung für die Sicherheit

10. Sicherheitskonferenz Krems an der Donau-Universität Krems diskutierte Lösungswege

Utl.: 10. Sicherheitskonferenz Krems an der Donau-Universität Krems
diskutierte Lösungswege=

Krems (OTS/kpr) - Vom 15-Jährigen Hacker von Firmen-Websites bis zur
terroristischen Cyberattacke auf die Infrastruktur eines Landes:
Globale Bedrohungen der Sicherheit und Strategien zu deren Abwehr auf
staatlicher und Unternehmensebene standen im Mittelpunkt der 10.

Sicherheitskonferenz an der Donau-Universität Krems am 4. Oktober.
In ihrer Begrüßung verwies Univ.-Prof. Dr. Viktoria Weber,
Vizerektorin der Donau-Universität Krems für Forschung und
Nachwuchsförderung sowie geschäftsführende Rektorin auf die führende
Rolle ihrer Universität im Feld der Sicherheit. Bereits seit 2001
biete die Donau-Universität Krems als damals einzige Hochschule im
deutschsprachigen Raum Programme im Sicherheitsbereich an. Ziel sei
die Vernetzung von Forschung und Industrie sowie der Transfer von
Wissen in die Praxis, so Weber, aus diesem Grund wurde an der
Donau-Universität Krems die Plattform "Security" eingerichtet und
Lehrgänge im Zentrum für Infrastrukturelle Sicherheit gebündelt.
Dieses, so Mag. Dr. Walter Seböck, Leiter des Departments für
E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung der Donau-Universität
Krems, sei seit Jahresbeginn Teil der Fakultät für Wirtschaft und
Globalisierung und das Thema Sicherheit damit als Querschnittsmaterie
an der Universität verankert.

Für Mag. Barbara Schwarz, Landesrätin für Soziales, Familie,
Arbeit und EU-Fragen, habe der Staat die Pflicht, BürgerInnen das
Gefühl von Sicherheit zu geben, gleichzeitig appellierte sie in ihrer
Eröffnung an die Eigenverantwortung der BürgerInnen, sie seien Teil
des Sicherheitssystems.

Cyber Security-Strategie in Ausarbeitung

"Der wichtigste Antrieb für die Veränderungen unserer
sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen ist heute die
Globalisierung. Wir sind national und auf europäischer Ebene mehr
denn je von Entwicklungen in der ganzen Welt abhängig. So wie wir
eine zunehmend globalisierte Gesellschaft haben, so globalisieren
sich auch Gefahren wie die Kriminalität. Sicherheit kann daher weder
rein national noch durch die Sicherheits- und
Strafverfolgungsbehörden allein gewährleistet werden", betonte
General Franz Lang, Direktor des Bundeskriminalamtes in Vertretung
von Bundesministerin für Inneres, Mag. Johanna Mikl-Leitner, in
seiner Keynote-Speech. Betrachte man die Landschaft der
Cyber-Gefahren, so reichten diese von der Bedrohung ganzer Staaten
bis hinein ins Kinderzimmer, und auf Ebene der Akteure von
organisierter Kriminalität bis zum 15-Jährigen Hacker. Österreichs
Sicherheitsmechanismen funktionierten bei konventionellen Bedrohungen
oder Naturkatastrophen sehr gut, da sie auf allen Ebenen von der EU
bis zur Gemeinde griffen, so Lang. Für Cyber-Gefahren müssten in
Österreich solche effizienten und zielführenden Strukturen erst
gefunden werden. Derzeit arbeitet das Innenministerium an der
Realisierung einer von der Bundesregierung 2011 beschlossenen Cyber
Security Strategie, deren erste Ergebnisse Kurt Hager, B.A. M.A., vom
Innenministerium präsentierte.

Konvergenz als Lösung bei Deutscher Telekom

Konvergenz der Sicherheitsanstrengungen sei angesichts der
zunehmenden Bedrohungen aus dem Internet das Gebot der Stunde,
resümierte Volker Wagner, Chief Security Officer der Deutschen
Telekom, Vorsitzender des deutschen Verbandes für die Sicherheit in
der Wirtschaft e.V. in seinem Vortrag. Mit 130 Millionen
Mobiltelefoniekunden weltweit und einer Marktpräsenz in 50 Ländern
biete die Deutsche Telekom eine breite Angriffsfläche für
Cyberattacken. "Die Intensität und auch die Intelligenz der Angriffe
nehmen laufend zu, selbst die Entkoppelung der IT-Systeme vom
Internet hilft seit dem Stuxnet-Virus nicht. Was wir brauchen ist die
Konvergenz der Sicherheit", sagt Wagner. Die Deutsche Telekom besinne
sich hier auf die Grundlagen der Sicherheit: Umfassendes Management,
Früherkennung von Gefahren, Prävention, Umgang mit
Sicherheitsvorgängen sowie Audit und Monitoring. Sicherheit, so
Wagner, sei bei der Deutschen Telekom im Tagesgeschäft verankert, so
bekämen der Vorstand sowie die wichtigsten ManagerInnen täglich einen
Sicherheitsbericht vorgelegt.

Neben der Sicherheit für Unternehmen weiteres aktuelles Thema der
Konferenz war die Verfügbarkeit der Stromversorgung angesichts der
Entwicklung der Stromnetze hin zu Smart Grids unter steigendem
Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie. Weiters
präsentierte die Konferenz das Projekt FOCUS zur
Sicherheitsforschung, an dem auch die Donau-Universität Krems
mitwirkt.

An der Konferenz nahmen rund 100 SicherheitsexpertInnen teil,
darunter Peter Gridling, Direktor des Bundesamtes für
Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung im Innenministerium, Mag.
Johann Lampeitl, Landesamtsdirektor-Stellvertreter von
Niederösterreich, und Willi Sauer, Präsident des Roten Kreuzes
Niederösterreich. Die Stadt Krems war durch den ersten
Vizebürgermeister Mag. Wolfgang Derler vertreten.

Weitere Informationen unter:
http://www.donau-uni.ac.at/sicherheitskonferenz

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