• 08.10.2012, 14:07:30
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RfW-BO Amann: "Medaillenregen" bei Berufs-EM zeigt Leistungsfähigkeit junger Fachkräfte und der Lehre - trotz verfehlter Lehrlingspolitik!

Amann fordert einen "U-Turn" in der verfehlten SPÖVP-Lehrlings- politik, den "Blum Bonus Neu" und eine klare Positionierung "pro Lehre" in der WKÖ, namentlich vom Wirtschaftsbund.

Utl.: Amann fordert einen "U-Turn" in der verfehlten
SPÖVP-Lehrlings-
politik, den "Blum Bonus Neu" und eine klare Positionierung
"pro Lehre" in der WKÖ, namentlich vom Wirtschaftsbund.=

Wien (OTS) - "Der "Medaillenregen" bei der Berufs-Europameisterschaft
EuroSkills 2012 ist ein Beweis für die Leistungsfähigkeit unserer
jungen Fachkräfte, des guten dualen Ausbildungssystems und der
ausbildenden Betriebe. Da die SPÖVP-Regierung, allen voran
Wirtschaftsminister Mitterlehner, allerdings alles daran zu setzen
scheint, die betriebliche Lehre "kaputtzusparen", ist fraglich, ob es
auch in den nächsten Jahren noch viel Grund zum Jubeln geben wird",
so heute RfW-Bundesobmann Fritz Amann. Er fordert erneut einen
"U-Turn" in der völlig verfehlten Lehrlingspolitik der Regierung und
eine klare Positionierung "pro Lehre" innerhalb der
Wirtschaftskammer, namentlich von der Mehrheitsfraktion
Wirtschaftsbund.

Es brauche einerseits ein klares Konzept zur besseren
Ausbildungsfähigkeit der Pflichtschulabsolventen, hier seien Ländern,
Sozialpartner und Regierung gefordert. Zusätzlich müsse das Image der
Lehre angehoben werden. "Die Lehre ist eine Ausbildung erster Klasse
und ein Jobgarant! Das muss die Botschaft sein", so Amann. Dass sie
auch Sprungbrett zur weiterführenden Bildung sei, sei zwar ein
wichtiges Signal, eine "Überbetonung" dieses Aspekts komme aber -
genauso wie der Ruf des Wirtschaftskammer-Präsidenten nach einer
einjährigen "Express-Lehre" - einer Entwertung der dualen Ausbildung
gleich. "Anderseits muss die volkswirtschaftliche Bedeutung der
Lehrausbildung sich auch finanziell niederschlagen - und zwar in
einer entsprechenden Dotierung. Bisher hat die Regierung vor allem
durch Kürzungen der Mittel für die betriebliche Lehre "geglänzt",
während in die staatlich gelenkten Lehrausbildungsstätten pro Jahr
rund 220 Millionen Euro gepumpt werden", so Amann.

Der RfW-Bundesobmann spricht sich daher einmal mehr für Einführung
eines "Blum Bonus Neu" aus, der "alte" Blum Bonus habe über 12.500
zusätzliche betriebliche Lehrstellen gebracht. "Dass
Wirtschaftsminister Mitterlehner die Erfolge bei der
Berufs-Europameisterschaft als Ansporn nehmen möchte, die Lehre "noch
attraktiver zu gestalten", müsste angesichts der bisherigen Maßnahmen
der Regierung bei jedem ausbildenden Betrieb schwere "Magenschmerzen"
verursachen. Bisherige Aktivitäten wie die Abschaffung des
"Qualitätsbonus" sind alles andere als "vertrauensbildend"", so
Amann.

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