- 07.10.2012, 20:35:06
- /
- OTS0070 OTW0070
Neues Volksblatt: "Der Zerrissene" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 8. Oktober 2012
Utl.: Ausgabe vom 8. Oktober 2012=
Linz (OTS) - Mit guten Ratschlägen an die eigene Partei - und auch
gegen deren Linie - geizt die Salzburger SPÖ-Landeshauptfrau Gabi
Burgstaller bekanntlich nicht. In der gestrigen ORF-Pressestunde
freilich war sie eher bemüht, keine neuen Gräben aufzureißen. Dass
solche vorhanden sind, lässt eine Äußerung ihres Parteifreundes Josef
Ackerl erahnen: "Es ist keine besondere politische Qualifikation,
wenn man als Landesvogerl im warmen Nest sitzt und alles
kommentiert", sagte er in den OÖN in Richtung Burgstaller und Franz
Voves.
Klar ist jedenfalls: Vor dem Bundesparteitag am kommenden Samstag hat
die Kanzlerpartei mehr parteiinterne Baustellen, als ihr lieb sein
kann. Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen treiben die
Parteijugend auf die Straße, die Wehrpflicht-Debatte ist (ebenso wie
das Thema Studiengebühren) vom Parteitag verbannt, dafür muss man
sich über das Verbot des Kleinen Glücksspiels unterhalten, wovon etwa
die burgenländischen Genossen, aber auch Gesundheitsminister Alois
Stöger nichts halten. Dass SPÖ-Chef Werner Faymann nicht vor dem
U-Ausschuss ausgesagt hat, halten ihm Genossen auch vor. Wie sehr
Faymann ein Zerrissener ist, zeigt das große Parteitagsthema
"Reichensteuer" - denn als dereinst der Vorschlag von "Landesvogerl"
Voves kam, wollte Faymann darüber gar nicht reden. Jetzt müssen
Gewerkschaft und AK mobilisieren, damit daraus der Kitt für die SPÖ
wird.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB






