• 07.10.2012, 09:30:33
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Bader: Mehr Studienplätze für unsere Medizinstudenten an öffentlichen Universitäten

Erfolgreicher VP-Antrag fordert Bundesregierung auf, dem drohendem Ärztemangel durch mehr Ausbildungsplätze an öffentlichen Universitäten entgegen zu wirken

Utl.: Erfolgreicher VP-Antrag fordert Bundesregierung auf, dem
drohendem Ärztemangel durch mehr Ausbildungsplätze an
öffentlichen Universitäten entgegen zu wirken=

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Wir brauchen mehr Studienplätze für unsere
Medizinstudentinnen und -studenten", fordert VP-Gesundheitssprecher
LAbg. Karl Bader. "Denn dem drohenden Ärztemangel kann man nur durch
mehr Ausbildungsplätze an öffentlichen Universitäten entgegen wirken.
Daher fordert der NÖ Landtag auf unsere Initiative hin die
Bundesregierung auf, dass es zu einer deutlichen Anhebung der
Studienplätze an öffentlichen medizinischen Universitäten kommt. Denn
nur so kann auch in Zukunft in allen Landesteilen eine medizinische
Versorgungssicherheit gewährleistet werden", erklärt Bader.

"Derzeit stehen jährlich 660 Studienplätze an der Medizinischen
Universität Wien zur Verfügung. Davon sind 495 für Studierende aus
Österreich bzw. Südtirol vorgesehen. Geht man von einer Drop-out-Rate
im Studium von rund 7 Prozent aus, sowie von rund 10 Prozent der
Absolventen, die nach dem Studium in die Forschung oder
Pharmaindustrie wechseln, verbleiben rund 410 Absolventen für den
Arbeitsmarkt", so der VP-Gesundheitssprecher weiter.

"Laut Angaben der zuständigen Personalstellen wurden im Land
Niederösterreich in den vergangenen Jahren, als noch kein
Turnusarztmangel herrschte, zwischen 240 und 290 Turnusärzte pro Jahr
in den NÖ Landeskliniken neu eingestellt. Seit dem Jahr 2011 sind die
Turnusarztplätze in Niederösterreich immer schwieriger zu besetzen.
Zu den größten Schwierigkeiten bis hin zur nicht möglichen Besetzung
kommt es dabei in den peripheren Gebieten des Bundeslandes
Niederösterreich. Umso problematischer gestaltet sich die Lage im
Hinblick darauf, dass aus diesen errechneten 410 Absolventen auch der
gesamte Bedarf der Bundesländer Wien, Niederösterreich, Burgenland,
sowie Teile von Oberösterreich und der Steiermark zu bedecken sind.
Erschwerend kommt hinzu, dass auf ausländische Ärztinnen und Ärzte,
die in Wien ihr Studium absolvieren, kaum zurückgegriffen werden
kann, da vor allem in Deutschland ein Ärztemangel herrscht und die
Kollegen mit lukrativen Angeboten in Deutschland rechnen können",
merkt Bader an.

"Nach Informationen der NÖ Ärztekammer wird es in den kommenden
fünf bis zehn Jahren eine Pensionierungswelle im niedergelassenen
Arztbereich unseres Bundeslandes geben. Dadurch wird es zu einem
massiven Abwandern von Ärzten aus den Krankenhäusern in die
Niederlassung kommen. Manche periphere Kassenordinationen können
schon jetzt nicht besetzt werden", beschreibt VP-LAbg. Bader die
Situation, die auf Niederösterreich zukommt.

"Zwar gibt es seitens der NÖ Landesregierung große Anstrengungen
um diesem Trend entgegen zu steuern, doch die Etablierung der 'Karl
Landsteiner Universität' in Krems allein, wird den beschriebenen
Engpass nicht vollständig auffangen können. Denn die im Vollausbau
befindliche Medizinische Privatuniversität in Krems kann mit ihrem
Reservoir an Studienanfängern den zukünftigen Bedarf des Bundeslandes
Niederösterreich nicht vollständig decken", so Bader.

"Aus all diesen Gründen und der Tatsache heraus, dass sich eine
viel größerer Anzahl von Niederösterreicherinnen und
Niederösterreicher für einen Platz zum Studium Humanmedizin
interessieren, als letztlich angenommen wurde, erscheint eine
deutliche Anhebung der Studienplätze an den öffentlichen
Medizinischen Universitäten dringend notwendig. Mit dem Beschluss
unseres Antrags für mehr Studienplätze im Fach Humanmedizin haben wir
einen ersten wichtigen Schritt gemacht, damit Verhandlungen
aufgenommen werden, dass die Bundesregierung unter Einbeziehung der
öffentlichen Medizinischen Universitäten für eine deutliche Anhebung
der Studienplätze sorgt. Damit die medizinische Versorgungssicherheit
unserer Landsleute nicht aufs Spiel gesetzt wird", fordert der
VP-Gesundheitssprecher Bader.

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