- 06.10.2012, 10:59:29
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Wiener SPÖ-Frauen ad HLI-Kongress: Kein Zurück ins finstere Mittelalter!
Protestaktion am Fleischmarkt gegen AbtreibungsgegnerInnen
Utl.: Protestaktion am Fleischmarkt gegen AbtreibungsgegnerInnen=
Wien (OTS/SPW-K) - Vom 4. bis 8. Oktober findet in Wien der
"Welt-Gebets-Kongress für das Leben" der Abtreibungsgegner Human Life
International (HLI) statt. Die Wiener SPÖ-Frauen protestierten
dagegen am Samstag gemeinsam mit der Sozialistischen Jugend Wien (SJ)
und der Jungen Generation in der SPÖ Wien (JG Wien) mit einem
Manifest für das Selbstbestimmungsrecht der Frau unter dem Motto
"Kein Zurück ins finstere Mittelalter" vor dem Ambulatorium am
Fleischmarkt. Viele namhafte PolitikerInnen wie Frauenstadträtin
Sandra Frauenberger, Nationalrätin Petra Bayr und SPÖ Wien
Frauensekretärin Nicole Berger-Krotsch traten mit dieser Aktion
vehement gegen radikale Abtreibungsgegner auf.****
"Als Wiener Frauenstadträtin ist es meine Aufgabe, sicherzustellen,
dass jede Frau selbstbestimmt über ihren Körper entscheiden kann. Das
beginnt mit einem umfassenden Beratungsangebot, bei dem religiöse
oder ideologische Einstellungen keine Rolle spielen dürfen! Außerdem
müssen wir Frauen den offenen und unbehinderten Weg zu medizinischen
Einrichtungen ermöglichen. Dass ein Schwangerschaftsabbruch in
öffentlichen Spitälern durchgeführt werden kann, ist nicht in jedem
Bundesland selbstverständlich. Psychische und physische Barrieren
militanter AbtreibungsgegnerInnen stellen für Rat suchende Frauen
eine unzumutbare Belastung dar. Deshalb brauchen wir endlich eine
bundesweite Lösung für Schutzzonen vor Kliniken", betonte die Wiener
Frauenstadträtin Sandra Frauenberger.
SPÖ-Nationalrätin Petra Bayr zeigte die Verbindungen zwischen Teilen
der konservativen politischen Rechten und radikalen
AbtreibungsgegnerInnen in Österreich auf. "Es ist erschreckend, wie
nah sich die politische Rechte und fundamentale KatholikInnen in
Österreich stehen. Da gibt es etwa Ewald Stadler, der radikale
Abtreibungsgegner vor Gericht verteidigt hat - ohne Erfolg. Die
Verhandlung führte zu Schuldsprüchen wegen Stalkings bei allen vier
Angeklagten." Auch die ÖVP Wien hat ihre Einstellung zum Thema
Schwangerschaftsabbruch bewiesen, als sie 2005 Gudrun Kugler-Lang auf
die Liste für die Gemeinderatswahl stellte: "Damit hat die ÖVP Wien
klar gezeigt, dass sie fundamentale AbtreibungsgegnerInnen in ihren
Reihen duldet. Das ist einfach frauenverachtend. Das
Selbstbestimmungsrecht von Frauen ist unbedingt zu wahren", so Bayr.
Auch die Frauensekretärin der Wiener SPÖ, LAbg. Nicole Berger-Krotsch
stellte fest, dass es Frauen unbedingt möglich sein muss, Kliniken
ohne Psychoterror zu betreten: "Frauen haben ein Recht auf
Selbstbestimmung. Mit dem Wegweiserecht hat Wien bereits einen
wichtigen Schritt gesetzt, um Frauen in Not vor radikalen Übergriffen
zu schützen. Fest steht jedoch, dass es endlich eine bundesweite
Regelung für Schutzzonen geben muss. Frauen verdienen bei dieser
schwierigen Situation den Schutz und das Verständnis der
Gesellschaft. Wir stehen auf der Seite der Frauen und bilden
gemeinsam einen Schutzwall vor radikalen AbtreibungsgegnerInnen!"
"Ein Schwangerschaftsabbruch ist weder Notlösung noch Tötung.
Abtreibung ist ein Frauenrecht, das sich aus der Freiheit ableitet,
Zeitpunkt und Zahl der Kinder eigenverantwortlich zu bestimmen. Dazu
gehört auch das Recht, sich bewusst für Kinderlosigkeit zu
entscheiden. AbtreibungsgegnerInnen treten das Selbstbestimmungsrecht
der Frauen mit Füßen und kriminalisieren eine Entscheidung, die nicht
aus Jux und Tollerei getroffen wird. "Mein Bauch gehört mir" ist nach
wie vor aktuell und jede Frau muss das Recht haben, selbstbestimmt
leben zu können - dafür werden wir uns auch weiterhin stark machen!",
so Marina Hanke, SJ Wien Frauensprecherin und Isabella Guzi, JG
Wien-Frauen, unisono.
Information: Fotos der Aktion sind in Kürze im Flickr-Account der
Wiener SPÖ unter http://www.flickr.com/photos/48048853@N02/ abrufbar.
Filmpräsentation "Der lange Arm der Kaiserin"
Die Wiener SPÖ-Frauen zeigen am Dienstag, dem 9. Oktober 2012 um
19.00 Uhr im ega, 6., Windmühlgasse 26, den Dokumentarfilm "Der lange
Arm der Kaiserin. Die Geschichte des Schwangerschaftsabbruchs in
Österreich" von Susanne Riegler.
Im Anschluss folgt eine Diskussion mit:
Sandra Frauenberger - Wiener Frauenstadträtin
Susanne Riegler - Autorin und Regisseurin des Films
Dr.in Helene Klaar - Rechtsanwältin
Ing.in Elke Graf - Geschäftsführerin pro:woman Ambulatorium
Eintritt frei! Um Anmeldung wird gebeten unter: [email protected] oder
01-589 80, www.ega.or.at
(Schluss) nk
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