- 05.10.2012, 14:47:54
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Mikl-Leitner für die tägliche Turnstunde und für klare Regeln bei der beruflichen Erreichbarkeit in der Freizeit
"Zukunftsforum Soziales" unter dem Motto "Familie, Beruf, Freizeit: Lebensqualität mit Zukunft" eröffnet
Utl.: "Zukunftsforum Soziales" unter dem Motto "Familie, Beruf,
Freizeit: Lebensqualität mit Zukunft" eröffnet=
Wien (OTS) - "Auch heuer blicken wir beim Zukunftsforum Soziales des
ÖAAB wieder über die Tagespolitik hinaus und beschäftigen uns mit
Themen, die die Zukunft der Lebensqualität ausmachen werden", begrüßt
ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR August Wöginger die zahlreichen
Funktionärinnen und Funktionäre des ÖAAB beim "Zukunftsforum Soziales
2012". "Im Vordergrund stehen diesmal die Themen Burnout bekämpfen,
Kraftquelle Kindergesundheit und Sozialkapital durch Familien- und
Freiwilligenarbeit. Zu diesen Themen werden in Arbeitskreisen
Konzepte erarbeitet", so Wöginger. ****
ÖAAB-Bundesobfrau BM Mag. Johanna Mikl-Leitner betonte in ihrem
Begrüßungsstatement die Wichtigkeit der Reformbereitschaft, wenn es
darum geht, die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen:
"Österreich liegt in vielen Bereichen - oft gemeinsam mit Deutschland
- im Spitzenfeld in Europa. Wenn wir das in Zukunft erhalten wollen,
dann dürfen wir nicht stehen bleiben und uns vor Reformen und
Veränderungen fürchten, sondern die Herausforderungen anpacken und
Reformen umsetzen. Das Zukunftsforum Soziales des ÖAAB hat die
Aufgabe dafür Impulse, neue Ideen und Leitlinien für unsere Politik
zu entwickeln."
Mikl-Leitner für die tägliche Turnstunde
"Wir haben das Thema Kindergesundheit für das Sozialforum gewählt,
weil wir glauben, dass wir hier in Österreich in diesem Bereich noch
große Defizite haben und dass gerade das Thema Kindergesundheit mehr
Aufmerksamkeit braucht. Das beginnt bei der Prävention", so
Mikl-Leitner.
Österreich hat ein gutes, aber teures Gesundheitssystem. Gleichzeitig
sind die Jugendlichen beim Alkohol- und Nikotinkonsum und beim
Übergewicht europaweit ganz vorne. Nur mehr 28 Prozent der Kinder und
Jugendlichen betreiben Sport, jeder vierte ist übergewichtig.
"Für uns gilt deshalb auch hier die Devise: Besser früher investieren
als später reparieren. Denn auch bei einem guten Gesundheitssystem
ist mir bei weitem lieber ein junger Mensch bleibt auch als
Erwachsener für viele Jahre gesund, als er legt schon in frühen
Jahren den Grundstein für spätere Krankheiten und
Spitalsbehandlungen. Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und
Sport sind hier wichtige Bereiche. Deswegen setzen wir uns auch für
die tägliche Turnstunde in der Schule ein."
Mikl-Leitner für klare Regeln für die berufliche
Erreichbarkeit in der Freizeit
Das ÖAAB Zukunftsforum Soziales beschäftigte sich auch mit dem Thema
Burnout. Seinen Auslöser findet man meistens im Berufsleben und
trifft oft gerade solche Menschen, die mit viel Idealismus und
Ehrgeiz an die Sache gehen, aber auch häufig unter steigendem Druck
und Stress stehen. "Unser Ziel ist es, die Arbeitswelt so zu
gestalten, dass die Menschen in ihrer Arbeit aufgehen und nicht, dass
sie in ihrer Arbeit untergehen", betont Mikl-Leitner.
Die neuen Kommunikationstechnologien haben in den letzten Jahren die
Arbeitswelt verändert. Ein Brief braucht nicht mehr Tage, sondern nur
einige Sekunden, und Antworten werden in immer kürzerer Zeit
erwartet. Jede und Jeder ist ständig erreichbar, ob am Feierabend
oder am Wochenende.
Bundesministerin von der Leyen, hat in Deutschland zu diesem Thema
eine Debatte geführt, die auch in Österreich aktuell ist. Es geht
hier um klare Regeln im Umgang mit den neuen Medien, etwa bei der
Erreichbarkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Niemand will
Handy oder Internet abschaffen. Sie gehören zu unserem Lebensstil und
bieten auch viele Chancen und Erleichterungen in der Arbeitswelt, sie
ermöglichen uns mehr Mobilität und Flexibilität, man kann Arbeiten
auch von zu Hause aus erledigen, man ist weniger an fixe
Arbeitszeiten gebunden. Das erleichtert die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf. Bei vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern
verschwinden die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit", so
Mikl-Leitner.
"Diese Erreichbarkeit rund-um-die-Uhr führt oft zu einer physischen
und psychischen Belastung und kann im Burnout enden. Daher muss hier
im Besonderen an den Schutz der Arbeitnehmer gedacht werden - wir
müssen hinschauen und nicht wegschauen. Abschalten können - darauf
soll unser gesellschaftliches Augenmerk liegen. Hier gilt es klare
Regeln für alle Beteiligten aufzustellen - zum Schutz der
Arbeitnehmer. Kollektivverträge und Betriebsvereinbarungen müssen
dementsprechend angepasst werden", so die ÖAAB-Bundesobfrau
abschließend.
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