- 05.10.2012, 14:22:20
- /
- OTS0226 OTW0226
BSA-Frauen zum Equal Pay Day: Vollzeit für Frauen!
Neue Vorsitzende Beate Wimmer-Puchinger fordert Informations- und Förderungsmaßnahmen
Utl.: Neue Vorsitzende Beate Wimmer-Puchinger fordert Informations-
und Förderungsmaßnahmen=
Wien (OTS) - Die kürzlich bei der Jahreshauptversammlung der
BSA-Frauen neu gewählte Vorsitzende a.o. Univ.-Prof.in Dr.in phil.
Beate Wimmer-Puchinger fordert anlässlich des morgen, Samstag
stattfindenden Equal Pay Day die Förderung von Vollzeitarbeit bei
Frauen: "44 Prozent aller Frauen arbeiten Teilzeit - im Gegensatz
sind es nur neun Prozent der Männer. Das hat nicht nur unmittelbare
Auswirkungen auf die Lohnungleichheit, sondern beeinflusst auch
maßgeblich die Höhe der Pensionen und trägt so zur Benachteiligung
von Frauen im Arbeitsleben bei."
Dazu ist es jedenfalls notwendig, Frauen auf breiter Basis genau
zu informieren und sie dabei zu unterstützen, Vollzeitbeschäftigungen
zu finden. "Dazu braucht es Förderungen für Weiterbildungsmaßnahmen,
um die Chancen auf eine Vollzeitstelle zu erhöhen genau so wie
Bewusstseinsbildung durch Informationskampagnen. Vollzeitarbeit der
Frauen bedeutet aber auch die noch immer leidige Forderung nach
engmaschigen Kinderbetreuungseinrichtungen und eine massive
Einbindung der Väter in die Familienarbeit", so Wimmer-Puchinger.
Künftige Arbeitsschwerpunkte der BSA-Frauen
Weiters stellt Wimmer-Puchinger ihre Schwerpunkte für die künftigen
Aktivitäten der BSA-Frauen vor, die auf drei Säulen basieren soll:
"Ich plane beispielsweise Veranstaltungen zum Frauenbild in der
Werbung, zur Sexualisierung der Gesellschaft allgemein, oder zum
Dauerbrenner Frauen in Führungspositionen unter dem Titel 'Karriere -
Barriere?'. Ebenso möchte ich die intensive inhaltliche
Auseinandersetzung mit einer Frauenpolitik der Zukunft vorantreiben,
indem wir hier in einem gemeinsamen Prozess mit anderen
Frauenorganisationen - vor allem mit jungen Frauen - konkrete
Konzepte erarbeiten."
Als dritte Säule nennt die Vorsitzende der BSA-Frauen ein
feministisches Exkursionsprogramm: "Zusätzlich zum intellektuellen
Diskurs möchte ich zur Auseinandersetzung mit unseren Themen anregen,
indem wir Exkursionen zu Orten von frauenpolitischer Relevanz
anbieten - etwa dem Stichwort-Archiv oder dem Museum für Verhütung
und Schwangerschaftsabbruch."
Zur Person
Beate Wimmer-Puchinger ist klinische und Gesundheitspsychologin,
Frauengesundheitsbeauftragte der Stadt Wien und Professorin am
Institut für Psychologie der Universität Salzburg.
Einige ihrer wichtigsten Projekte sind der Aufbau der
WHO-Modellprojekte der Frauengesundheitszentren (FEM und FEM Süd)
und die wissenschaftliche Leitung von Forschungsprojekten zu
reproduktiver Gesundheit, Gewalt in der Familie, Sexualität. Darüber
hinaus lehrt sie im In- und Ausland, veröffentlicht in zahlreichen
wissenschaftlichen Publikationen, und ist als Reviewerin für
internationale Fachzeitschriften tätig.
Wimmer-Puchinger ist Vorstandsmitglied der ISPOG (International
Society of Psychosomatic Obstetrics and Gynaecology), ORF-Stiftungs-
und Publikumsrätin sowie Trägerin des Goldenen Ehrenzeichens für
Verdienste um das Land Wien und Trägerin des Goldenen Ehrenzeichens
für Verdienste um die Republik Österreich.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SDA






